USA

David Plowden - Requiem For Steam

David Plowden - Requiem For Steam

The Railroad Photographs Of David Plowden

 

“Requim For Steam“ bedeutet übersetzt auf Deutsch: Messe, Begräbnisfeier oder Totengedenken für Dampf.
Dieser (englischsprachige) Bildband führt den Leser zurück in eine vergangene Zeit, zurück zu den ausgestorbenen Dinosauriern der Eisenbahnzeit Amerikas, den Dampflokomotiven.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: David Plowden - Requiem For Steam

 

 

 Inhalt:

 

Der Autor:

 

David Plowden wurde 1932 in Winnetka, Illinois, geboren und bekam als Kind eine kleine Kompaktkamera geschenkt. Damit begann er Eisenbahnzüge zu fotografieren.

 

Nach seinem späteren wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss an der Yale Universität führte ihn seine berufliche Laufbahn zunächst zu einer Eisenbahngesellschaft, der Great Northern Railway, bevor er sich 1958 entschloss, ein Berufsfotograf zu werden.

 

Das Thema der Eisenbahn ließ ihn auch danach nicht mehr los und er wurde zu dem amerikanischen Fotografen, der durch seine dokumentarischen und detailreichen Fotografien von historischen Dampfzügen, Eisenbahnpersonal, Bahnhöfen, aber auch von kleinen ländlichen Städten und Landschaften des nordamerikanischen 20. Jahrhunderts bekannt geworden ist. Dabei hat er die Veränderungen der Eisenbahn über 50 Jahre lang aufgezeichnet.

 

Plowden hatte zudem im Laufe seiner Karriere verschiedene Lehraufträge inne, unter anderem an dem renommierten Illinois Institute of Technology, dem Institute of Design, der University of Iowa, der School of Journalism, der University of Baltimore und der Grand Valley State University. 1968 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium und 1970 ein Forschungsstipendium des Smithsonian Institute.

Zu späteren Zeiten konzentrierte er sich auf industrielle Bauwerke und Landschaften wie z.B. Eisenbahnbrücken, agrarlandwirtschaftliche Scheunen oder die Bauwerke der Stahlindustrie.

 

Die Eisenbahn ist jedoch bis heute seine große Leidenschaft geblieben, er durchstreift mit ihr immer noch die nordamerikanische Landschaft und er hat mehr als 20 Bücher veröffentlicht.

 

 

Das Buch:

 

Das 200-seitige Buch David Plowden - Requiem For Steam* bietet zunächst eine rund 25-seitige Einführung über den Autor und seine große Leidenschaft. Die folgenden großformatigen, ganzseitigen Bilder zeigen ebenso das Schwerpunktinteresse dieses Fotografen in den 1960er Jahren: die Zeit der Dampfzug-Ära.

 

Der Leser findet im Folgenden stimmungsvolle, schon romantisch dramatische Panoramaaufnahmen unterschiedlicher Dampfzüge, deren Technik und Betrieb im Alltag.

David Plowden geht dabei auch nah ran an seine Objekte und zeigt formatfüllende Details dieser Zeit: den Dampf, Ruß, riesige Antriebsräder und andere Details wie das Kohlelager der Lok, den Wasserboiler, Personal bei den notwendigen Betriebs- oder Wartungsarbeiten. Viele der damit verbundenen Berufsbilder, Situationen und Stimmungen bei Betrieb eines solchen Eisenbahnzugs werden gezeigt.

Man findet abgebildet den fahrenden Ingenieur, den Heizer an den Kohlen, den Bremser auf dem Plateau eines Waggons, oder im Umfeld eines Bahnhofs den Zettelanreicher am Bahnsteig, den Weichensteller und das Wartungspersonal mit der Ölkanne in der Hand bei einem Zwischenstopp.

 

Unter allen Fotos sind jeweils kurze Erläuterungen zum Gezeigten abgedruckt, ausführliche Bildbeschreibungen mit Jahres- und Technikangaben finden sich im Nachgang auf den letzten Buchseiten.

 

 

Der zeitliche Schwerpunkt dieser Fotos von Plowden liegt in den 60er Jahren, reicht vereinzelt aber auch bis in die 90er des letzten Jahrhunderts. Wegen der gleichbleibenden Stimmung seiner Schwarz-Weiß-Bilder muss man auf den vereinzelten jüngeren schon genau hinsehen, um modernere Details wahrzunehmen. Ausgestorben sind nur irgendwann die urzeitlichen Dampfzüge mit ihrem markanten Dampfausstoß durch die Verbrennung von fossilen Kohlen, ebenso wie die dafür notwendigen Versorgungstürme mit Kohle und Wasser. Einzug gehalten haben zuletzt die moderneren Dieselloks, die Plowden allerdings hier nicht mehr abbildet.

Die Getreidesilos an den Bahngleisen mögen in den 90er Jahren schon etwas moderner aussehen, andere noch intakte Holzgebäude oder die Schienen unterscheiden sich nicht von den Aufnahmen der 60er und 70er Jahre. Sie zeigen dieselbe Tristesse und Stimmung der amerikanischen ländlichen Landschaft, ihrer Bahnhöfe und der damit verbundenen Industriebauten.

Gezeigt werden nicht die herrschaftlichen Bahnhöfe der Großstädte, sondern die immer allgegenwärtigen Stadtansichten von Kleinstädten oder des ländlichen Bereichs, dessen kleine Bahnhöfe und deren Bahnsteige, Ticket-Verkaufsräume und Wartebereiche.

 

David Plowden sagte über sich selbst:

„Ich war mit dem Gefühl der Dringlichkeit beschäftigt, die Teile unseres Erbes aufzuzeichnen, die sich so schnell zurückzubewegen scheinen wie der Blick von hinten auf einen sich beschleunigenden Zug. Ich befürchte, dass wir die Beweise für unsere Errungenschaften in der Vergangenheit so schnell ausmerzen, dass wir mit der Zeit das Gefühl verlieren könnten, wer wir sind.“

Er hat sich selbst als "Archäologe mit Kamera" beschrieben, der sein Leben "einen Schritt voraus der Abrissbirne" verbracht hat.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension:  David Plowden - Requiem For Steam - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension:  David Plowden - Requiem For Steam - Rückseite 

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Fazit:

 

Dieses im Jahr 2010 von David Plowden veröffentlichte Buch ist als Monografie eine Hommage an die ausgestorbene Zeit der Dampflokomotive.

Gleichzeitig ist es, wie die deutsche Übersetzung des englischen Titels andeutet, eine Begräbnisfeier dieser speziellen Ära, welche dieser Fotograf als einer der ganz wenigen vom Anfang bis zum Ende mitbegleitet hat.

 

Auch wenn man den englischen Einleitungstext nicht lesen bzw. übersetzten könnte: Plowdens wunderbare Sammlung von Schwarz-Weiß–Fotografien zeigt das spürbare Interesse dieses Altmeisters der analogen Fotografie an dem Thema der Dampfeisenbahn.

Zudem aber auch sein gesamtes weiteres Interessenspektrum: Technologie, Landschaft, Bauwerke, Menschen und Berufsbilder seiner Zeit.

 

Alle Fotos sind durchdacht und mit einem ganz klassischen Bildaufbau gestaltet. Für den Betrachter ist die Wirkung dadurch sehr eindrucksvoll und die Fotos werden im Buch selbst schön mit viel Weiß-Raum umgeben präsentiert.

So schafft es Plowden, seine romantische Begeisterung für dieses Thema zum Betrachter zu transportieren, zeigt dazu in den unendlichen Weiten der USA kleine Lokomotiven mit riesigem Dampfausstoß. Es gelingt ihm dabei klar strukturierte Architekturfotos mit einer ganz eigenen Stimmung zu kombinieren; vgl. z.B. die Seite 179 mit dem Foto der Scranton Railroad Station. Ein traditioneller kleiner Bahnhofsbahnsteig wird als klassische Architekturfotografie abgelichtet, getaucht in eine romantische Licht- und Bildstimmung. Dieses Foto ziert auch das Cover eines seiner anderen Bücher „A Time of Trains by David Plowden“, welches vom Inhalt viele Parallelen und identische Fotos beinhaltet.

 

Plowden fühlte sich schon bei der Aufnahme seiner Bilder verpflichtet, die allmählich verschwindenden Dinge der Gegenwart fotografisch festzuhalten und somit für die Nachwelt verfügbar zu machen.

 

Seine Fotos zeigen neben dieser ehrfürchtigen Hommage an die Dampf-Ära somit gleichzeitig die unscheinbaren und vergänglichen Teile des Lebens, mit denen die meisten Menschen aufwachsen. Heute wirken diese Fotos nostalgisch, zeigen ein nicht mehr vorstellbares „Landschaftsbild“, eine in diesem nicht mehr existierende Technik und ausgestorbene Berufsbilder, wie den „Weichensteller“, den „Zettelboten“.

Dieser Fotograf zeigt uns seine Vision, dass in allem Schönheit und Kunst steckt. In diesem Buch stößt man auf Nostalgie, Sentimentalität und Verlustgefühl. Es mahnt dabei gleichzeitig den Betrachter zu unserer aktuellen Zeit aufmerksamer, bewusster und wertschätzender mit unseren alltäglichen Dingen zu sein. Und als Fotograf diese ebenfalls für die Nachwelt zu dokumentieren.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 30,5 x 28 x 2,5 cm
Seitenanzahl: 200
ca. Gewicht: 1.700 g
   
Autor(en): David Plowden
Verlag: Norton & Company
Auflage: 1
Erschienen am: 11.10.2010
   
ISBN: 9780393079081
Preis in (D): 65,00 US$

 

Links:

 

David Plowden - Requiem For Steam*

*

 

Link: David Plowden - Homepage

Link: Norton - Verlag

 


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Ian Shive - Die Nationalparks der USA

Ian Shive - Die Nationalparks der USA

Vom Yellowstone bis zu den Everglades

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ian Shive - Die Nationalparks der USA

 

 

 Inhalt:

 

Der Autor:

Ian Shive ist ein amerikanischer Naturfotograf, der auch als Film- und Fernsehproduzent arbeitet. Zudem bietet er in den USA Workshops für Landschaftsfotografie an und hat entsprechende Online-Kurse (auf Englisch) veröffentlicht.

Da er unter Amerikas Naturfotografen fast so bekannt ist, wie Art Wolfe oder John Greengo, hatte ich fünf Kurse von ihm bereits belegt,

 

 

Das Buch:

 

Was erwarte ich also von der deutschen Ausgabe seines Buches Ian Shive - Die Nationalparks der USA*, hier verlegt im National Geographic Verlag?

 

 

Meine Erwartung an das Buch:

 

Zunächst einmal einen großformatigen Foto-Bildband in guter Qualität zu erhalten, was Bindung und Druck angeht.

In dieser Hinsicht wird meine Erwartung auch nicht enttäuscht. Dieses rund 240 Seiten starke Buch kommt dem Preis angemessen akkurat und stabil gebunden, hochwertig im Druck und mit einem Schutzumschlag daher.

 


Der Titel verspricht als Inhalt „Die Nationalparks der USA – Vom Yellowstone bis zu den Everglades“.

Das Inhaltsverzeichnis klärt auf, dass die einzelnen Kapitel einen Schwerpunkt auf den Acadia-, Yosemite-, Yellowstone-, Great-Smoky-Mountains-, Everglades-, Glacier- und den Grand-Trenton – Nationalpark legen.

 

Im gesamten Band ist nur wenig Text zu finden, es sind jeweils kurze Einleitungen zu den einzelnen Kapiteln vorhanden und das restliche Buch besteht aus großformatigen, häufig doppelseitigen Bildern.
Dies ist auch kaum verwunderlich, die USA sind ein riesiges Land mit zurzeit 59 Nationalparks und man könnte einen dicken Band über jeden einzelnen dieser großen Parks herausbringen. Zudem ist Ian Shive bekannt als Top-Fotograf und nicht als Landschaftsautor.

 

Deshalb habe ich hier vornehmlich ein Portfolio (-Buch) von ihm erwartet, eine Zusammenstellung seiner besten Fotografien in gedruckter Form.

 

 

Der Stil dieses Fotografen:

 

Genau unter dieser Erwartungshaltung nehme ich das Buch in die Hand und bin schon nach dem ersten Durchblättern begeistert.

 

Es lassen sich viele bekannte Foto-Spots der USA wiederfinden, welche über das ganze Land verteilt sind. Entweder ist schon das Motiv so außergewöhnlich, dass man es nach einmaligem Sehen sofort wiedererkennt, oder die Fotos anderer Fotografen davon haben Weltruhm erlangt.

 

Der immer noch weltweit berühmte Fotograf Ansel Adams ist mit seinen und für seine Schwarz-Weiß – Fotos vom Half-Dome und dem El Capitan im Yosemite oder dem Mount McKinley (Denali) bekannt geworden.

Shive fotografiert überwiegend in Farbe und im Stil, wie es das Titelbild bereits andeutet: er mag es kontrastreich und stark farbgesättigt.

 

Selbst wenn man als Fotograf weiß, dass jedes Motiv im ersten oder letzten Tageslicht in ganz unterschiedlichen Farben leuchten kann, so geht Shive mit seinen Fotos fast immer bis an die Grenze des abbildbaren bzw. druckbaren Spektrums.

Gerade bei manchen Motiven mit einem orange-blau Kontrast bin ich schon versucht, an Kontrastkanten nach Halo-Rändern zu suchen. Wenn ich einen Kritikpunkt an diesem Band bzw. den Bildern habe, dann, dass ich persönlich die Farben in der Bildbearbeitung etwas gemäßigter ausgearbeitet mag.

Dies ist aber eine reine Sache des Geschmacks, auch Ansel Adams hat in der (analogen) Nachbearbeitung die Kontraste bis an das Limit gezogen, selbst wenn er in schwarz-weiß gearbeitet hat.

 

Ein zweiter kleiner Kritikpunkt ist, dass ich mir die Fotos im Buch geografisch geordneter gewünscht hätte.

Hier sind die Bilder nach einem mir nicht ersichtlichen System geordnet. Es sind Fotos von der kanadischen Grenze neben solcher südlichen Region abgebildet.

 


Besonders positiv ist mir aufgefallen:

 

Ian Shive ist ein hervorragender Fotograf ist; seine Bilder sind durchweg alle wohl gestaltet.

 

Beim Betrachten seiner Fotos kann man lernen, was die Schlüsselfaktoren dieser Bilder sind:

Die Herangehensweise an das Motiv (das Arbeiten mit verschiedenen Standpunkten), Komposition der Elemente im Bild, Arbeiten mit dem natürlichen Licht (Wahl des richtigen Aufnahmezeitpunkts für eine interessante Beleuchtung), Erzählen einer Geschichte (Wecken von Emotionen).

 

Zusätzlich zeigt dieser Bildband einen, wenn auch nicht repräsentativen, Querschnitt der gesamten Bandbreite der ganz unterschiedlichen Naturlandschaft der USA.

Durch die riesige Weite und eine Ausbreitung über verschiedene Klimazonen lassen sich monumental hohe Berge schneebedeckt mit grünen Tälern, dürre Gegenden mit gelb-orange Felswüsten und Kakteen, bis zu reinen Wüstenregionen mit weißem Sand entdecken.

 

Auch als Nicht-Fotograf wird man sofort Lust verspüren, in die USA zu reisen.

Und nicht wie oftmals wegen der Städte, sondern wegen der beeindruckenden und abwechslungsreichen Naturlandschaft, die man auf diesen Fotos kennengelernt hat. Für das eigene Entdecken der verschiedenen Parks wird eine einzige Reise wohl nicht reichen. Aber man kann ja schon mal die Ziele herauspicken, welche einen besonders ansprechen.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ian Shive - Die Nationalparks der USA - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ian Shive - Die Nationalparks der USA - Rückseite 

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Fazit:

 

Die grandiosen Bilder dieses Buchs zeigen die unglaubliche Bandbreite der amerikanischen Landschaft.

 

Ich finde das Buch lehrreich und spannend für Fotografen, was die Bildgestaltung angeht. Und ebenso interessant für Freunde der nord-amerikanischen Natur.

Beide Zielgruppen können sich inspirieren lassen und bekommen so eine gute Vorbereitung für einen Besuch in den USA. Oder sie haben danach zumindest neue Reiseziele auf der Bucket - List.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 31,5 x 29 x 3 cm
Seitenanzahl: 240
ca. Gewicht: 2.000 g
   
Autor(en): Ian Shive
Verlag: National Geographic
Auflage: 1
Erschienen am: 13.06.2016
   
ISBN: 9783866904637
Preis in (D): 49,99 €

 

 

Links:

 

Ian Shive - Die Nationalparks der USA*

*

 

Link: Ian Shive - Homepage

Link: Ian Shive - Blog

 

Link: National Geographic - Verlag

 


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Mario Carnicelli - American Voyage

Mario Carnicelli - American Voyage

Photographs By Mario Carnicelli

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Mario Carnicelli - American Voyage

 

 

Inhalt:

 

Mario Carnicelli ist Italiener, Jahrgang 1937 und lebt bis heute in Italien.

 

Er kam durch das Fotogeschäft seiner Familie erstmals in Kontakt mit der Fotografie und als junger Mann fotografierte er schließlich selbst, nahm an Fotowettbewerben teil und gewann einige Preise. Er war fasziniert von Edward Hopper, Faulkner, Steinbeck und Family by Man. Carnicelli nahm seine Fotos mit Mittelformat- und 35mm-Kameras sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe auf, die meisten davon in Italien.

In den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts gewann er als 29-Jähriger bei einem Fotowettbewerb der Zeitschrift „Popular Photography“ ein vierwöchiges Stipendium in den USA, gesponsert von den Firmen Mamiya und Pentax. Dies ermöglichte ihm 1966 seine erste Reise nach Amerika. Auf seiner vierwöchigen Tour quer durch die amerikanischen Staaten besuchte er dabei die Städte Detroit, Washington D.C., San Francisco, Buffalo, New York und Chicago.

 

Dieser vorliegende Band Mario Carnicelli - American Voyage* dokumentiert Carnicellis Reise in die USA und seinen ganz persönlichen und humanistischen Blick auf das Land und die Gesellschaft zu dieser Zeit.

Er fotografierte dabei die amerikanische Kultur als europäischer Außenseiter mit einem humanistischen Ansatz. Eine reine Abbildung von Stadtansichten und der Architektur reichte ihm nicht. Er sagt über sich selbst, dass sein Hauptsubjekt auf Bildern immer eine Person sei und Menschen sich durch ihren Ausdruck, ihre Kleidung und ihre Art sich zu bewegen offenbaren. Man verstünde augenblicklich, wo sie herkommen und wo sie hingehen. „Fotografie ist meine Sprache“, sagte er, „mein Subjekt ist die Person, das Menschliche.“

Carnicelli war begeistert von der sorgenlosen Mentalität, dem Happy-Go-Lucky-Spirit und dem überwältigenden Mix und Charme der unterschiedlichen Kulturen. Als Europäer erschienen ihm die USA vor seinem ersten Besuch als ein magisches Land, in dem alles möglich war, selbst ein Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär.

Seine Fotos dokumentieren neben den zu dieser Zeit aktuellen Moden und Gefühlslagen, den oft schwierigen Versuch der Menschen, diesen amerikanischen Traum zu leben. Schon bei seiner ersten Reise entdeckte er auch die Kehrseiten dieses Traums: „Die Realität wich stark von dem ab, was ich mir vorgestellt hatte.“ Zwar war im Jahrzehnt zuvor die Rassentrennung mittlerweile untersagt und das Wahlrecht für Schwarze eingeführt, jedoch stellte Carnicelli noch eine starke Diskriminierung im Alltag fest. „Die Menschen wirkten einerseits so frei, andererseits so unendlich einsam. Das ganze Land war extrem widersprüchlich“, sagte Carnicelli.

Zudem empfand er Amerika angefüllt mit Individuen, einzelnen Personen, getrennt von dem ihm bekannten Familienleben in Italien. Verglichen mit seinem Heimatland, der dortigen homogenen Kultur und Eingebundenheit in Familien, stieß er in den USA neben einem kulturellen auf einen sozialen „Melting Pot“ mit Klassengegensätzen, bei denen der Unterschied zwischen Arm und Reich stark ausgeprägt war.

 

Mario Carnicelli hat ein sehr gutes Auge für Kontraste, sowohl für fotografische Farbkontraste als auch soziale Kontraste, auch wenn er sagte, die Bilder seien stets zu ihm gekommen, „als wenn sie mich gesucht hätten“. „Eine gute Aufnahme passiert einfach, genau wie die Liebe. Wer sie sucht, der scheitert“ sagte er über seine Arbeitsweise.

Mal zeigt ein Bild einen älteren dunkelhäutigen Mann mit grimmigem Gesicht, der vor einem Schaufenster ausgefüllt mit nur weißen Krankenschwester-Kitteln entlangläuft. Carnicelli bemerkte zu diesem Bild: „Sein Blick, seine Art sich zu kleiden, sein Gang verraten mir alles über diesen Mann." Im Frühjahr 1965 kurz vor Carnicellis Ankunft in den USA war der schwarze Bürgerrechtler Malcom-X erschossen worden.

Mit seinem Bild „Entrepreneurs“ dokumentierte er in New York 1966 aber auch einen gleichzeitig möglichen Rollentausch: zwei elegant in Anzügen gekleidete „schwarze“ Geschäftsleute bei einem gemütlichen Plausch, während im Hintergrund sich „weiße“ Arbeiter abrackern. „Das Foto versinnbildlicht für mich das damals vorherrschende Klima im Land. Alles schien möglich.“

Ein anderes Foto bildet ein sich küssendes junges weißes Pärchen ab, ein daneben sitzender, eigentlich Zeitung lesender dunkelhäutiger Mann und ein anderer älterer im Rollstuhl sitzender Mann beobachten das Pärchen dabei. Gleichzeitig offenbaren sie sich dabei im mehrfachen Sinne als Außenstehende dieser Szene (S. 110/111). „Die Menschen wirkten einerseits so frei, andererseits so unendlich einsam, sagte Carnicelli in einem Interview.

Weitere Bilder kontrastieren bei einer wirren Doppel-Kundgebung Menschen gegen den Vietnamkrieg demonstrierend (Seite 65 und 65) mit anderen Seite an Seite stehenden, aber jeweils in eine andere Richtung schauend, diese in Fantasieuniformen gekleidet und Hakenkreuzfahnen hochhaltend (S. 66 und 67); alle Bilder Dallas 1967.

 

Carnicelli praktizierte Street-Photography, seine Fotos zeigen das öffentliche Leben zu dieser Zeit und somit dem heutigen Betrachter schon vergessene Szenen:

 

Öffentliche, enge Münzfernsprecher am Flughafen Chicago 1966, in einem Zeitalter ohne Mobilfunk und besetzt mit darin Zigarette rauchenden Menschen (Seite 19), auf der Straße schlange-stehende Arbeitslose vor einem Jobcenter, Chicago 1966 (S. 28/29); einen 60er-Jahre „Hippie“ als Zeitungsverkäufer in San Francisco 1967 (S. 84). Sowohl die Hippies, Telefonzellen, in Flughäfen rauchende Menschen, als auch die Nachrichten auf Papier an sich erscheinen heutzutage fast ausgestorben zu sein.

Die Fotos selbst haben wegen der oft verwandten Mamiya-Universal-6x9 - Mittelformat-Kamera und des damaligen Filmmaterials einen ganz eigenen Charme. Weiches Hintergrund-Bokeh vereint mit nostalgischen Pastell-Farben.

Bei den Schwarz-Weiß-Bildern dominieren gezielt eingesetzte Elemente wie Linien oder grafische Einrahmungen. Carnicelli meinte zwar, er würde seine Fotos nicht komponieren, seine Bilder zeigen aber starke harmonische Farbkontraste wie das Titelbild des Schutzumschlags (Blau-Rot-Gelb; Fashion Students, New York 1966), eine Straßenszene dominierend in Rot-Blau-Rot (Red Lights, Chicago 1966, S. 45) oder seine allgemeine Vorliebe für blaue oder rote Farbtöne (Red Door, Stanford 1966, S. 89). Zudem sind viele sozialkritische Bilder etwas weniger stark belichtet und zeigen einen düsteren Tenor mit bunten Farben als Eye-Catcher.

Farben sind für das menschliche Auge genauso wichtige Gestaltungselemente wie Helligkeit, Kontraste, Linien und Formen. Rot und Gelb im Foto ziehen den Blick an, verleihen einem Bild Energie und Begeisterung, Blautöne assoziieren Trauer und Einsamkeit. Ein Farbkontrast kann Harmonie oder Anspannung selbst bei statischen Motiven auslösen, je nachdem wie die Farben gewählt wurden.

 

Die Bilder seiner ersten Reise stellte er schon direkt im Anschluss in Mailänder Pirelli-Tower unter dem Titel „I’m sorry, America!“ aus.

Als entschuldige er sich mit diesem Titel für seinen persönlichen Blick auf Amerika als Außenseiter. Carnicelli hatte den Anspruch das wirkliche Amerika, den einfachen Menschen und das dortige Tagesgeschehen abzulichten. „Es tut mir leid“ erklärte der heute 80-Jährige, „aber so habe ich das Land eben gesehen. Ich hatte mir den amerikanischen Traum toller vorgestellt.“

In den Jahren danach folgten 1967 und 1969 weitere Reisen dieser Art. Später in den frühen Siebzigern gab er die eigene Fotografie auf und widmete sich ganz dem Betrieb eines eigenen Fotoladens in Florenz, er handelte nur noch mit Fotogerätschaften.

Erst als er sein Geschäft im Jahr 2010 schloss, wurden seine Tausende Negative nach 50 Jahren achtlos im Keller lagernd, erstmals für die Öffentlichkeit wiederentdeckt. Seine deutsche Mitarbeiterin Bärbel Reinhard sichtete diese teilweise vom Hochwasser verklebten, verschimmelten Bilder und scannte die Aufnahmen ein. Heute ist sie die Kuratorin des Carnicelli-Archivs.

 

Nach Sichtung aller Bilder wurden im Jahr 2018 über 150 Farb- und S/W-Fotos für eine Ausstellung von Mario Carnicellis Arbeiten in der David Hill Gallery in Ladbroke Grove, London, ausgewählt. Dieses Buch ist gleichzeitig der begleitende Katalog zur Ausstellung, es erschien im britischen Reel Art Press Verlag mit rund 160 Seiten.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Mario Carnicelli - American Voyage - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Mario Carnicelli - American Voyage - Rückseite

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Fazit:

 
Ich finde, dass dieses Buch einen grandiosen Einblick in den USA-Alltag der Sechziger gibt.

Dabei zeigt es aus der Perspektive eines Außenseiters karge, aber stimmungsvolle Motive, die verschiedenste Unterschiede offenbaren. So wie er auf einem Bild direkt nach seiner ersten Ankunft noch etwas unsicher mit seiner Kamera in der Hand selbst porträtiert wird (S. 9), bildet Carnicelli vergleichbar mit der authentischen Street-Art-Fotografie einer Vivian Maier die Gesellschaft dieser Zeit ungeschönt ab.

Beide sind an den abgebildeten Personen interessiert und denken bei der Aufnahme weniger an ein späteres Publikum.

Bei beiden geht das fotografische Werk über einen langen Zeitraum für die Öffentlichkeit verloren und taucht erst später mehr durch Zufall wieder auf.

 

Das Buch ist auch ein Appell an die Gegenwart, diese ebenso detailliert und kritisch festzuhalten. Das was wir heute als alltäglich und normal empfinden, könnte für nachfolgende Generationen einen ähnlichen Reiz ausüben. So wie enge Telefonzellen mit Klappsitzen im heutigen Mobilfunkzeitalter fast nicht mehr vorstellbar sind, stellt man bei genauerer Überlegung fest, dass dieses digitale Wunder erst Ende der Achtziger bzw. Anfang der 90er mit dem D-Netz flächendeckend möglich wurde.

In zwanzig weiteren Jahren wird die nachfolgende Generation andere Wunder erleben und mit unseren Fotos über unseren heutigen Alltag schmunzeln.

 

Dieses schön gemachte Hardcover Buch mit Schutzumschlag und seine Einblicke sind ein toller Gegenwert für den Kaufpreis von rund 27 Euro.

 

È stato un piacere per me, grazie Mario!

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße cm (BxLxT): 23,5 x 28 x 2
Seitenanzahl: 144
ca. Gewicht: 1.050 g
   
Autor(en): Mario Carnicelli
Verlag: RAP Reel Art Press
Auflage: 1
Erschienen am: 10.06.2018
   
ISBN: 9781909526570
Preis in (D): 26,77 €

 

Links:

 

Mario Carnicelli - American Voyage*

*

 

Link: mariocarnicelli.com - Homepage

 

Link: www.reelartpress.com

Link: RAP - Mario Carnicelli - Katalog-Vorschau - American Voyage

 

Link: David Hill Gallery - Homepage

Einen sehr guten ersten Eindruck kann man sich auch im 17seitigen Ausstellungsprospekt der Ausstellungsgalerie von David Hill verschaffen:

Link: David Hill Gallery - Carnicelli - American Voyage - PDF-Download

 


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Richard Kern - New York Girls

Richard Kern - New York Girls

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Richard Kern - New York Girls

 

 

 Inhalt:

 

Das Buch New York Girls* in der Erstauflage aus dem Jahr 1997 beinhaltet mehr als 180 Schwarz-Weiß und Farbfotos des berüchtigten New Yorker Fotografen und Filmemachers Richard Kern.

Zu der Zeit als Richard Kern, Jahrgang 1954, in einem baptistischen Umfeld der USA heranwuchs, war Nacktheit in der Öffentlichkeit noch äußerst tabu.

 


Mit einer Per-Anhalter-Reise im Jahr 1971 begann als Schüler sein Interesse an Aktsachen.

 

Er wurde von einem Wagen mitgenommen, der mit jungen New Yorker - Glam-Girls besetzt war, die ihm als Hinterwäldler aus North Carolina mit ihrer Optik und ihren Erzählungen von Rockstars, Sex und Rock ’n’ Roll nachdrücklich beeindruckten.

1977 schließt er sein Studium als Bachelor of Fine Arts an der University of North Carolina at Chapel Hill ab und zieht daraufhin nach New York, wo er bis heute lebt und arbeitet. In New York landet er im East Village, das auch die Künstler- und Drogenszene anzog und als Schmelztiegel der 1990er Jahre gilt.

 

In New York angekommen wird ihm schnell klar, dass das Thema Nacktheit und Gewalt öffentliche Aufmerksamkeit erregt, der einfachste Weg ist, um persönliche Aufmerksamkeit zu erregen. Die Arbeit mit diesen Themen einen gesellschaftlichen Schlüsselreiz ausüben kann.

 

Bei Kerns Bildern handelt es sich nicht um Fetischfotografie, der Abbildung spezieller Themen.

 

In den 1980er Jahren dreht er einige Kurzfilme experimentellen und erotischen Inhalts. In ihnen wirken Szenegrößen und Musiker wie Lydia Lunch oder Henry Rollins mit und Kern wird einer der Hauptakteure des dortigen Undergroundfilms, des Cinema of Transgression.

Der Inhalt dreht sich rund um Sex, Gewalt und BDSM, die explizite Darstellung und diese Dinge tatsächlich zu tun. Als sein Meisterwerk wird „Fingered“ aus dem Jahr 1988 immer wieder zitiert. So sagt John Waters über diesen Film: es „ist der ultimative Film für Psychopathen. Er ist der Hillbilly-Punk-Kunst-Pornofilm der Welt; ich zeige ihn dem Publikum immer spätnachts, um die Leute glücklich zu machen.“

 


Als Fotograf lernt er „seine“ New York Girls dort im direkten Umfeld des Nachtlebens kennen.

 

Alle Fotos dieses Bildbandes sind zwischen den Jahren 1979 und 1987 in seinem privaten Appartement-Studio in New York entstanden, welches als Durchgangswohnung aus privatem Wohnbereich, Fotostudio und Dunkelkammer bestand.

 

Richard Kern sagte zu seinem ersten Buch: „Dieses Buch zeigt, wo ich die letzten 15 Jahre gewesen bin.

Die Models sind das, was ich unter New York Girls verstehe. Sie haben alle irgendwann einmal in Manhattan gelebt, angezogen von dem Lifestyle und der Sehnsucht nach Abenteuer.“

 

Dabei versucht er mit einer objektiven, sachlichen Herangehensweise die Absurdität seiner Zeit zu porträtieren.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Richard Kern - New York Girls - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Richard Kern - New York Girls - Rückseite 

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Fazit:

 

Bei diesem Buch handelt es sich um die originale Erstausgabe von 1997.

 

Zum damaligen Zeitpunkt stellte der Inhalt eine absolute Grenzüberschreitung dar, die selbst den damaligen Richard Kern - Fans zu stark war: Nacktheit so explizit und provokativ zu zeigen.

Einige eigentlich zur Veröffentlichung vorgesehene Fotos wurden daher gar nicht in diesem Buch publiziert und tauchen erstmalig zwanzig Jahre später in der zweiten Auflage "New YorkGirls - 20th anniversary" auf.

 

Heute wirken die Bilder auf mich wie aus einer anderen Zeit.

Weder besonders kreativ ausgeleuchtet, noch besonders visionär oder außergewöhnlich pornografisch.

Die Skandalwirkung hat sich durch den aktuellen Zeitgeist deutlich abgeflacht und das Buch erscheint wie ein Konglomerat alter Magazinfotos aus dieser Zeit, eher wie eine Geschichtsstunde.

 

Insgesamt erinnert es mich an die Themen des japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki: Nachtleben, nackte Haut und Bondage.

Dessen Werke aus dieser Zeit wirken auf mich heutzutage aber noch deutlich frischer und geheimnisvoller als die hier gezeigten Fotos.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 24 x 20,5 x 2,5 cm
Seitenanzahl: 208
ca. Gewicht:  
   
Autor(en): Richard Kern
Verlag: Taschen
Auflage: 1
Erschienen am: 01.04.1997
   
ISBN: 9783822881804
Preis in (D): 30,00 €

 

 

Links:

 

Richard Kern - New York Girls *

 

Link: Richard Kern - Homepage

Link: Taschen - Verlag

 


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von Vasco R. Tintrup, Herausgeber:

www.Fotobuch-Regal.de - Vasco R. Tintrup width=

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