National Geographic Verlag

Andreas Kieling & Kilian Schönberger - Sehnsucht Wald

Andreas Kieling & Kilian Schönberger - Sehnsucht Wald

Geheimnisvolle Lebensräume in Deutschland

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Andreas Kieling & Kilian Schönberger - Sehnsucht Wald

 

 

 Inhalt:

 

Die Autoren:

 

Das Buch hat mich neugierig gemacht, da Andreas Kieling mir schon durch häufige Presse- und Fernsehtermine mit Naturthemen bekannt war und ich Kilian Schönberger als einen der besten jungen Landschaftsfotografen in Erinnerung hatte.

Kilian Schönberger ist Diplom-Geograf, er arbeitet aber seit 2013 als freier Architektur- und Landschaftsfotograf. Er fiel mir durch seine außergewöhnlichen und stimmungsvollen Fotos auf und hat mittlerweile mehrere eigene Bücher zur Landschafts- und Naturfotografie veröffentlicht.

 

Hier haben sich nun diese zwei Experten getroffen, um zusammen ein Buch herauszugeben. Anders als von mir zuerst gedacht, hat aber nicht der eine den Text geschrieben und der andere die Fotos beigesteuert.

 

Ein Blick in das Impressum klärt auf:

Andreas Kieling hat den Text über die Tierkapitel und einige der dort veröffentlichten Fotos beigesteuert und Kilian Schönberger hat die Kapitel über die Jahreszeiten komplett getextet und fotografiert. Entsprechend sind auch im Inhaltsverzeichnis die jeweiligen Kapitel unterschiedlich farblich gekennzeichnet (Schwarz = Kieling / Grün = Schönberger).

 

Das Buch:

 

Beide Autoren kenne ich so, dass sie auf ihre Art versuchen, die Wahrnehmung des Zuhörers oder des Betrachters vom städtischen Alltag wieder zurück auf die Natur zu lenken, diese zu schärfen und wieder sensibel für die Schönheit der Natur zu machen.

 

Was habe ich mir daher von diesem Buch versprochen?

Kein fehlerfreies Lehrbuch über Ornithologie, Fauna und Landschaft, eher sinnliche Eindrücke über die Natur meiner Heimat und Inspiration für eigene zukünftige Ausflüge und Reisen.

 

Dazu finde ich gerade die etwas hemdsärmelige Herangehensweise von Andreas Kieling stimmig. Er versteckt sich nicht hinter wissenschaftlichen Studien und Vorgehensweisen, ihm scheint es um nahbare und nach-machbare Naturerfahrung zu gehen. Wenn man ihn reden hört, bekommt man gleich Lust selbst hinaus in die Natur und den Wald zugehen, sich ebenfalls für diese Themen zu interessieren.

Kilian Schönberger ist kein Vertreter traditioneller angestaubter Landschaftsfotografie oder gar einer dokumentarischen Fotografie. Er ist ein Vertreter der neuen jungen Generation von Landschaftsfotografen, die Interesse durch Stimmungsbilder wecken wollen. Seine Bilder sind modern, aber nicht ganz so im Instagram-Style wie die Bilder der German Roamers.

 

Ich bin von diesem Buch hinsichtlich meiner Erwartung nicht enttäuscht worden:

Allein wegen der Fotos lohnt sich der Kauf dieses großformatigen Bildbandes. Es finden sich durchgängig sehr stimmungsvolle Bilder darin, sodass man als Fotograf oder auch als Naturfreund am liebsten direkt selbst dorthin reisen möchte. Dieser Band deckt dabei alle Teile von Deutschland und verschiedenste Jahreszeiten ab.

 

Ich thematisiere hier beispielsweise das Kapitel über den Winter, da Landschaftsfotografie in der kalten und kahlen Jahreszeit mit am schwierigsten ist:

Zu finden sind grandiose, eher monochrome Fotos (162, 169, 174, 180, 184) und im Gegensatz dazu solche mit überwältigender Farbstimmung (164, 167, 170, 176, 178, 186, 190). Kritiker könnten dabei leicht behaupten, dass die Bilder in der Bild-Nachbearbeitung einfach „eingefärbt“ wurden. Wer sich einmal die nicht unerhebliche Mühe gemacht hat zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang Landschaftsfotografie zu betreiben, kennt nicht nur die „Goldene und Blaue Stunde“, sondern auch die magischen 5 oder 10 Minuten des letzten Aufglühens der Sonne, welche die Landschaft noch einmal in eine ganz durchdringende Farbe einhüllt. Dieselbe Landschaft sieht jedes Mal anders aus; mal orange, mal rot und dann wieder purpurn.

Hier hat Schönberger große Mühen auf sich genommen, um derart unterschiedliche und abwechslungsreiche Fotos anzufertigen, bei diesen Witterungsbedingungen zur passenden Zeit vor Ort zu sein. Normale Touristen sitzen dann morgens noch beim Frühstück oder sind abends schon wieder im Hotel.

 

Genauso interessant finde ich die anderen Kapitel:

Es werden die unterschiedlichen Stimmungen und Jahreszeiten im Wald gezeigt. Für mich persönlich ist neben dem Frühjahr, in dem die Landschaft wieder ergrünt, der Herbst mit seinem kurzfristigen Farbenreichtum am reizvollsten.

Ebenfalls abwechslungsreich ist der Kontrast zwischen den einzelnen gezeigten Regionen, der Unterschied zwischen dem Bayerischen Wald und dem andersartigen norddeutschen Wald. In diesen regionalen Schwerpunkt-Kapiteln liegt ein weiterer Schwerpunkt zusätzlich auf der dort anzutreffenden Tierwelt: einzelne Arten wie Gams, Geier, Luchs, Wildkatze, Wisente und Wölfe werden exemplarisch von Andreas Kieling vorgestellt.

 

 

Der Buchtext ist eher ein untergeordneter Teil dieses Bildbandes.

Er ergänzt diesen aber sehr gut und bietet dem Leser weitere Information über die unterschiedlichen Regionen oder deren Besonderheiten.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Andreas Kieling & Kilian Schönberger - Sehnsucht Wald - Vorderseite

Link: Vergrößern

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Andreas Kieling & Kilian Schönberger - Sehnsucht Wald - Rückseite 

Link: Vergrößern

 

 

Fazit:

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen:

Ich finde, es ist ein inspirierender Bildband, der Lust auf eigene Entdeckungen in unserer Heimat macht, selbst auf die Pirsch nach eigenen Motiven im Wald zu gehen.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 27,5 x 29 x 2,5 cm
Seitenanzahl: 240
ca. Gewicht: 1.850 g
   
Autor(en): Andreas Kieling, Kilian Schönberger
Verlag: National Geographic
Auflage: 2
Erschienen am: 28.02.2017
   
ISBN: 9783866904774
Preis in (D): 50,00 €

 

 

Links:

 

Andreas Kieling & Kilian Schönberger - Sehnsucht Wald*

*

 

Link: Andreas Kieling - Homepage

Link: Kilian Schönberger - Blog

 

Link: National Geographic - Verlag

 


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Ian Shive - Die Nationalparks der USA

Ian Shive - Die Nationalparks der USA

Vom Yellowstone bis zu den Everglades

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ian Shive - Die Nationalparks der USA

 

 

 Inhalt:

 

Der Autor:

Ian Shive ist ein amerikanischer Naturfotograf, der auch als Film- und Fernsehproduzent arbeitet. Zudem bietet er in den USA Workshops für Landschaftsfotografie an und hat entsprechende Online-Kurse (auf Englisch) veröffentlicht.

Da er unter Amerikas Naturfotografen fast so bekannt ist, wie Art Wolfe oder John Greengo, hatte ich fünf Kurse von ihm bereits belegt,

 

 

Das Buch:

 

Was erwarte ich also von der deutschen Ausgabe seines Buches Ian Shive - Die Nationalparks der USA*, hier verlegt im National Geographic Verlag?

 

 

Meine Erwartung an das Buch:

 

Zunächst einmal einen großformatigen Foto-Bildband in guter Qualität zu erhalten, was Bindung und Druck angeht.

In dieser Hinsicht wird meine Erwartung auch nicht enttäuscht. Dieses rund 240 Seiten starke Buch kommt dem Preis angemessen akkurat und stabil gebunden, hochwertig im Druck und mit einem Schutzumschlag daher.

 


Der Titel verspricht als Inhalt „Die Nationalparks der USA – Vom Yellowstone bis zu den Everglades“.

Das Inhaltsverzeichnis klärt auf, dass die einzelnen Kapitel einen Schwerpunkt auf den Acadia-, Yosemite-, Yellowstone-, Great-Smoky-Mountains-, Everglades-, Glacier- und den Grand-Trenton – Nationalpark legen.

 

Im gesamten Band ist nur wenig Text zu finden, es sind jeweils kurze Einleitungen zu den einzelnen Kapiteln vorhanden und das restliche Buch besteht aus großformatigen, häufig doppelseitigen Bildern.
Dies ist auch kaum verwunderlich, die USA sind ein riesiges Land mit zurzeit 59 Nationalparks und man könnte einen dicken Band über jeden einzelnen dieser großen Parks herausbringen. Zudem ist Ian Shive bekannt als Top-Fotograf und nicht als Landschaftsautor.

 

Deshalb habe ich hier vornehmlich ein Portfolio (-Buch) von ihm erwartet, eine Zusammenstellung seiner besten Fotografien in gedruckter Form.

 

 

Der Stil dieses Fotografen:

 

Genau unter dieser Erwartungshaltung nehme ich das Buch in die Hand und bin schon nach dem ersten Durchblättern begeistert.

 

Es lassen sich viele bekannte Foto-Spots der USA wiederfinden, welche über das ganze Land verteilt sind. Entweder ist schon das Motiv so außergewöhnlich, dass man es nach einmaligem Sehen sofort wiedererkennt, oder die Fotos anderer Fotografen davon haben Weltruhm erlangt.

 

Der immer noch weltweit berühmte Fotograf Ansel Adams ist mit seinen und für seine Schwarz-Weiß – Fotos vom Half-Dome und dem El Capitan im Yosemite oder dem Mount McKinley (Denali) bekannt geworden.

Shive fotografiert überwiegend in Farbe und im Stil, wie es das Titelbild bereits andeutet: er mag es kontrastreich und stark farbgesättigt.

 

Selbst wenn man als Fotograf weiß, dass jedes Motiv im ersten oder letzten Tageslicht in ganz unterschiedlichen Farben leuchten kann, so geht Shive mit seinen Fotos fast immer bis an die Grenze des abbildbaren bzw. druckbaren Spektrums.

Gerade bei manchen Motiven mit einem orange-blau Kontrast bin ich schon versucht, an Kontrastkanten nach Halo-Rändern zu suchen. Wenn ich einen Kritikpunkt an diesem Band bzw. den Bildern habe, dann, dass ich persönlich die Farben in der Bildbearbeitung etwas gemäßigter ausgearbeitet mag.

Dies ist aber eine reine Sache des Geschmacks, auch Ansel Adams hat in der (analogen) Nachbearbeitung die Kontraste bis an das Limit gezogen, selbst wenn er in schwarz-weiß gearbeitet hat.

 

Ein zweiter kleiner Kritikpunkt ist, dass ich mir die Fotos im Buch geografisch geordneter gewünscht hätte.

Hier sind die Bilder nach einem mir nicht ersichtlichen System geordnet. Es sind Fotos von der kanadischen Grenze neben solcher südlichen Region abgebildet.

 


Besonders positiv ist mir aufgefallen:

 

Ian Shive ist ein hervorragender Fotograf ist; seine Bilder sind durchweg alle wohl gestaltet.

 

Beim Betrachten seiner Fotos kann man lernen, was die Schlüsselfaktoren dieser Bilder sind:

Die Herangehensweise an das Motiv (das Arbeiten mit verschiedenen Standpunkten), Komposition der Elemente im Bild, Arbeiten mit dem natürlichen Licht (Wahl des richtigen Aufnahmezeitpunkts für eine interessante Beleuchtung), Erzählen einer Geschichte (Wecken von Emotionen).

 

Zusätzlich zeigt dieser Bildband einen, wenn auch nicht repräsentativen, Querschnitt der gesamten Bandbreite der ganz unterschiedlichen Naturlandschaft der USA.

Durch die riesige Weite und eine Ausbreitung über verschiedene Klimazonen lassen sich monumental hohe Berge schneebedeckt mit grünen Tälern, dürre Gegenden mit gelb-orange Felswüsten und Kakteen, bis zu reinen Wüstenregionen mit weißem Sand entdecken.

 

Auch als Nicht-Fotograf wird man sofort Lust verspüren, in die USA zu reisen.

Und nicht wie oftmals wegen der Städte, sondern wegen der beeindruckenden und abwechslungsreichen Naturlandschaft, die man auf diesen Fotos kennengelernt hat. Für das eigene Entdecken der verschiedenen Parks wird eine einzige Reise wohl nicht reichen. Aber man kann ja schon mal die Ziele herauspicken, welche einen besonders ansprechen.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ian Shive - Die Nationalparks der USA - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ian Shive - Die Nationalparks der USA - Rückseite 

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Fazit:

 

Die grandiosen Bilder dieses Buchs zeigen die unglaubliche Bandbreite der amerikanischen Landschaft.

 

Ich finde das Buch lehrreich und spannend für Fotografen, was die Bildgestaltung angeht. Und ebenso interessant für Freunde der nord-amerikanischen Natur.

Beide Zielgruppen können sich inspirieren lassen und bekommen so eine gute Vorbereitung für einen Besuch in den USA. Oder sie haben danach zumindest neue Reiseziele auf der Bucket - List.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 31,5 x 29 x 3 cm
Seitenanzahl: 240
ca. Gewicht: 2.000 g
   
Autor(en): Ian Shive
Verlag: National Geographic
Auflage: 1
Erschienen am: 13.06.2016
   
ISBN: 9783866904637
Preis in (D): 49,99 €

 

 

Links:

 

Ian Shive - Die Nationalparks der USA*

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Link: Ian Shive - Homepage

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Verlage:

 

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RAP Reel Art Press: Link

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teNeues: Link

 

Autoren:

 

Bitesnich, Andreas H.: Link

Böttger, Andreas: Link

Buschmann, Martin: Link

Carnicelli, Mario: Link

Demirel, Feyzi: Link

Eddy, Barbara: Link

Enders, Hiltrud - Miksang Fotografie: Link

Forster, Stefan: Link

Gerlach, John: Link

GermanRoamers.org: Link

Honan, Cam “Swami": Link

Hovest, York: Link

Jesse, Nancy: Link

Kamps, Haje Jan: Link

Kern, Richard: Link

Kerste, Alexander: Link

Kieling, Andreas: Link

Krieger, Carsten: Link

Legault, Thierry: Link

Perello, Ibarionex: Link

Peters, Vincent: Link

Plowden, David: Link

Savini, Dennis: Link

Schönberger, Kilian: Link

Shive, Ian: Link

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Podcasts:

 

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Sonstige Websites & Blogs:

 

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York Hovest - Hundert Tage Tibet

York Hovest - Hundert Tage Tibet

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: York Hovest - Hundert Tage Tibet

 

 

Inhalt:

 

Die Entstehungsgeschichte zu dem Buch York Hovest - Hundert Tage Tibet* ist schon genauso interessant wie der fotografische Entwicklungsweg dieses Fotografen.

 

York Hovest hat sich von einem Werbe- bzw. Modefotografen zum Outdoor-Fotografen und investigativen Journalisten mit sozialer Mission entwickelt. „Die ungewöhnlichsten Momente führen uns manchmal auf Wege, die wir niemals von allein gefunden hätten.“ Nicht nur bei diesem Projekt, sondern auch bei seinen nachfolgenden. Es ist spannend, diese zu verfolgen und im Internet zu recherchieren.

 

Hier soll es jetzt nur um das Buch "Hundert Tage Tibet" gehen und ich finde es – um es vorwegzunehmen – absolut klasse.

Die Fotos meines Exemplars sind kurz nach dem Kauf gemacht, da es aber bei mir offen auslag, hat der Umschlag schon in kürzester Zeit einige Macken und Kratzer bekommen. Und dies nur, weil das Cover schon reizvoll ist und der Band gerne in die Hand genommen wird.

 

York Hovest trifft im Jahr 2011 den Dalai Lama auf dessen Deutschlandreise.

 

Beeindruckt von diesem Treffen, gibt er ihm das Versprechen, dessen Heimatland Tibet zu porträtieren. Nach einer Vorbereitungszeit von einem Jahr bereist der Fotograf Hovest mehr oder weniger als Individualreisender Nepal, Nord-, West-, Süd und Zentral-Tibet für einhundert Tage. Dies ist insofern ungewöhnlich, als dass dort normalerweise nur Gruppenreisen erlaubt sind und man Hilfe von den Tibetern vor Ort benötigt, um eine solche Reise erfolgreich durchzuführen.

Er kommt begeistert zurück mit tiefen Eindrücken für das Land und deren gastfreundliche Menschen. Und als professioneller Fotograf hat er ebensolche Fotos im Gepäck.

 

Dieser Bildband bietet einige Texte, die Einblicke in den Reiseverlauf und Hovests Eindrücke gewähren. Seine Bilder transportieren eine einzigartige ästhetische Spannung, die dieses einzige Land und deren Bewohner sehr gut trifft. Jede Fotografie ist per se rein subjektiv. Schon das, was man abbildet oder halt nicht, ist ein Statement.

Man sieht auf der einen Seite die exotischen Gebäude und Landschaften, die optisch andersartige Kultur und Kleidung. York Hovest schafft es aber auch, die klimatische Ausgesetztheit, die politischen und religiösen Spannungen abzubilden, ohne dass man auf jedem Bild Soldaten sehen muss.

Die teilweise eher düsteren Schwarz-Weißbilder der atemberaubenden Landschaft und Architektur zeigen im Kontrast die herzliche Mimik und Offenheit der Tibeter oder einen sonst kaum fotografierten wolkenlosen Mount Everest.

 

Der Dalai Lama schrieb auch das Vorwort zu diesem Buch, hofft in diesem, dass der Leser eine Vorstellung der reichen und alten Kultur Tibets bekommen möge, „zu deren natürlichem Erbe Gewalt und Mitgefühl zählen“.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: York Hovest - Hundert Tage Tibet - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: York Hovest - Hundert Tage Tibet - Rückseite

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Fazit:

 

 
Ich finde, es handelt sich um ein sehr spannendes Buch. Wer eine Sozialkritik lesen möchte, ist hier falsch. Dieses Buch ist ein emotionales Statement, es spricht einen ästhetisch an und weckt das Interesse, sich dort selbst hinzubegeben.

 

Dies ist ein Bildband mit atemberaubenden Bildern über die Schönheit Tibets, seine einmalige Landschaft und seine ursprünglichen Bewohner.

Mal ganz ehrlich, was wäre eine bessere Werbung für Tibet, als viele Touristen, die nicht Bergsteiger sind. Dafür aber unabhängige Besucher und an Land und Kultur interessierte Zeitzeugen.

 

Gut gemacht, vielen Dank für dieses Buch!

 

Die gebundene Ausgabe von 2014 ist mittlerweile nur noch gebraucht erhältlich. Es wurde jedoch eine etwas günstigere Paperback-Auflage im Jahr 2017 veröffentlicht, auf die ich verlinke.



Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße cm (BxLxT): 27,5 x 32,5 x 2,5
Seitenanzahl: 220
ca. Gewicht: 2000 g.
   
Autor(en): York Hovest 
Verlag: National Geographic
Auflage: 1
Sprache: Deutsch
Erschienen am: 12.08.2014
   
ISBN: 9783866904118
Preis in (D): 49,90 €

 

 

Links:

 

York Hovest - Hundert Tage Tibet* 

*

 

Link: York Hovest - Projekt Tibet

Link: National Geographic - Homepage

 

 


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von Vasco R. Tintrup, Herausgeber:

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