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2019

Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger

Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger

Der Leitfaden von den ersten Milchstraßen-Bildern zur Deep-Sky-Fotografie

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger

 

 

Inhalt:

 

Der Autor

 

Alexander Kerste ist ein studierter Biologe, der sich nach dem Studium seiner Leidenschaft der Astronomie verschrieben hat. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit an einer Sternwarte hat er für ein Astronomie-Magazin gearbeitet und betreut das Internetportal www.Astronomie.de mit einem Einsteigerkurs.

Mittlerweile hat er auch als freier Autor mehrere Fachbücher veröffentlicht, die sich jeweils auf die Möglichkeiten astronomischer Beobachtungen mit „einfachen“ Mitteln, sei es einem Fernglas, einer Fotokamera, oder auch mit speziellen aufwendigen Teleskopen konzentrieren.

 

Astrofotografie

 

Das Thema der Astrofotografie wird wohl selbst für einen fortgeschrittenen Hobby-Fotografen ein eher unbekanntes Genre sein, soweit dieser nicht schon vorher ein Interesse an der Astronomie hatte.

Bei der Astrofotografie geht es nicht mehr nur um eine einfache Abend- oder Nachtfotografie normaler Landschaften, sondern um die formatfüllende Aufnahme des Sternhimmels oder gar einzelner Himmelsobjekte. Wer sich mehr für typische Langzeitbelichtungen am Abend, zur Blauen Stunde oder später interessiert, könnte sich eventuell eher für dieses Buch interessieren: Glenn Randall - Der Himmel bei Nacht.

Will man richtige Astro-Fotos des Nachthimmels anfertigen, müssen gewisse Voraussetzungen hinsichtlich der fotografischen Fähigkeiten und auch der Technik vorhanden sein, die im folgenden Buch beschrieben werden.

 

Das Buch

 

In dem Taschenbuch Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger* aus dem dpunkt.Verlag erläutert der Autor Alexander Kerste detailliert und einfach nachzuvollziehen, wie jeder Fotograf mit einem bereits vorhandenen Grundverständnis der Fotografie bei der Astrofotografie zu ansprechenden Bildern kommen kann.

Dieses Buch richtet sich also an Einsteiger der Astrofotografie und nicht an Einsteiger in die allgemeine Fotografie.

 

Damit jeder Fotograf mit Grundwissen einen persönlichen Nutzen erhält, ist dieses Buch in drei Teile eingeteilt:

1. Astrofotografie mit einfachen Mitteln (mit einfacher, normaler Fototechnik),
2. Astrofotografie mit einer „nachgeführten“ Kamera (eine Nachführung, ein spezielles Zubehör für die normale Fotokamera wird benötigt) und
3. Astrofotografie durch Adaption der Kamera an ein spezielles Teleskop.

 

Objekte am Himmel

Im ersten Kapitel stellt der Autor zur Einführung zunächst einmal verschiedenste Fotoobjekte vor, die man selbst am Himmel fotografieren könnte: Strichspuraufnahmen sich am Himmel bewegender Objekte, Mond- Planetenkonstellationen, Satelliten und die ISS, Sternschnuppen, Kometen, Sternbilder, die Milchstraße, andere Erscheinungen am Himmel, Mondfinsternisse oder Sonnenfinsternisse.

Bei jedem dieser kleinen Unterkapitel erläutert Alexander Kerste nachvollziehbar, was man tun muss, um überhaupt diese Objekte zu Gesicht zu bekommen, welche Apps oder Internetportale für Nichtastronomen verständliche Auskünfte über die nächste Erscheinung geben können und in welchen Details jeweils die speziellen fotografischen Herausforderungen liegen.

 

Nachführungen für Fotokameras

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Problem der Erdrotation im Zusammenhang mit einer fotografischen Langzeitbelichtung.

Um sehr kleine und nicht unbedingt sehr helle Objekte überhaupt fotografieren zu können, muss eine Fotokamera sehr lange belichten. Ab der gewissen Dauer einer Langzeitbelichtung, welche abhängig von der jeweils verwendeten Brennweite und dem Sensor ist, kann das Himmelsobjekt ohne weitere Hilfsmittel nicht mehr scharf abgebildet werden. Durch die Erdrotation wird aus einem scharfen Sternbild dann zumindest auf dem eigenen Foto eine unscharfe längliche Sternspur am Himmel. Abhilfe schafft eine motorisierte Kameranachführung, die diese Erdrotation entsprechend durch mechanische Gegenbewegung ausgleicht.

Alexander Kerste stellt verschiedene technische Lösungen vor und erläutert neben der Anwendung die jeweiligen Vor- und Nachteile der Systeme.

 

Teleskope

Der dritte Buchteil richtet sich an diejenigen „Einsteiger“, welche nach den ersten eigenen fotografischen Erfahrungen mit noch relativ einfachen Mitteln „mehr“ möchten. Noch bessere und vergrößerte Objektfotos von Himmelsbildern sind nur mit speziellen Teleskopen möglich, von denen unterschiedliche Konstruktionen existieren.

 

Wer als Fotograf das Optimum an Qualität oder Detailabbildung für seine Bilder möchte, erfährt in diesem Buch sinnvolle Einkaufstipps, um teure Fehlkäufe zu vermeiden. Dies gilt umso mehr, wenn es um den für den normalen Fotografen unbekannten Bereich der astronomischen Teleskope oder um spezielle Modifikationen an normalen Fotokameras geht. Auch hier erläutert der Fachmann Kerste allgemein verständlich die Unterschiede und die Vor- bzw. die Nachteile, insbesondere im Zusammenhang mit der Adaption einer Fotokamera.

Man muss ja nicht den ganzen technischen Weg der beschriebenen Möglichkeiten selbst mitgehen, bleibt dabei als Leser mit dem hier gebotenen Überblick aber nicht als Unwissender zurück.

 

Fotografie mit Videomodulen

Kapitel vier und fünf bieten dann abschließende Tipps zum Teleskopkauf und zum ganz exotischen Thema der Planetenfotografie mit Videomodulen.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger - Vorderseite

Link: Vergrößern

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger - Rückseite

Link: Vergrößern

 

 

Fazit:

 

Alexander Kerste ist hier ein wunderbarer Spagat gelungen, er bietet dem Einsteiger einen verständlichen Überblick in die äußerst komplexe Thematik der Astrofotografie.

Diese stellt für viele Fotografen ein bislang unzugängliches Randthema der fotografischen Möglichkeiten dar. Nur wer ein verstärktes Interesse an der Astronomie hatte, suchte sich mühsam fotografisches Fachwissen unter Gleichgesinnten zusammen.

 

In diesem Buch erfährt man einführend, welche unterschiedlichen Objekte fotografiert werden können und welche Technik dazu benötigt wird. Spezielle Sternbilder oder einzelne Objekte am Himmel überhaupt zu finden, bedarf eines gewissen Aufwands hinsichtlich des gewünschten Beobachtungsortes und eines dazu passenden Zeitpunkts. Zum Einstieg in dieses Thema reichen einfachste Mittel, mit den im Buch aufgeführten Onlinelinks und Apps für jedes Smartphone kann man sich der Leser anzeigen lassen, wann und wo die gewünschte Konstellation möglich ist. Vor Ort hält man das Handy dann in den Himmel und die App zeigt die Richtung schon mal grob an.

Viele Aufnahmen sind im Anschluss dann mit jeder Kamera möglich. Kameras der Fa. Olympus bieten sogar schon eingebaute Funktionen an, mit denen erstklassige Sternspuraufnahmen durch Einzelaufnahmen zu einer einzelnen Langzeitaufnahme intern gestackt möglich sind. Weder besonders rauscharme Kameras, noch spezielle Software werden dann zusätzlich benötigt; einfacher geht es nicht.

 

Ich beschäftige mich seit dreißig Jahren mit der Fotografie, hier habe ich viele neue Informationen gelesen und Ideen für neue Fotoprojekte bekommen, auch wenn ich mir jetzt kein Teleskop kaufen werde. Astronomie war bislang für mich ein exotisches Genre mit eingeschworenen Insidern und einer Fachsprache, zu der man erst mal Zugang bekommen musste.

Diese rund 160 Seiten starke Einführung stellt eine verständliche und preiswerte Möglichkeit dar, den Zugang zur Astrofotografie zu erlangen: Komplexe Materie einfach und dadurch für jeden Leser nachvollziehbar erklärt!


P.S.:

Mittlerweile habe ich ein weiteres Buch zu diesem Thema gelesen:
Buchvorstellung - Thierry Legault - Astrofotografie - 2. Auflage

Dieses letztgenannte Buch ist noch detaillierter und kann wohl als Standardwerk gelten. Es ist dabei für einen Laien immer noch verständlich, teilweise aber durch Benennung der dahinterstehenden Theorie und einzelner Formeln komplexer. Wer ein solches bevorzugt, sollte zum Buch von Thierry Legault greifen, wer eine einfach lesbare Einführung sucht, fängt mit dem Buch von Alexander Kerste an.

Beide haben ihre Berechtigung und ergänzen sich, insofern würde ich weder das eine noch das andere bevorzugen.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Taschenbuch
   
ca. Maße cm (BxLxT): 18,5 x 25,5 x 1,5
Seitenanzahl: 180
ca. Gewicht: 610 g.
   
Autor(en): Alexander Kerste
Verlag: dpunkt
Auflage: 1
Erschienen am: 28.03.2019
   
ISBN: 9783864906305
Preis in (D): 26,90 €

 

Links:

 

Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger* 

*

 

Link: Alexander Kerste - Homepage

Link: dpunkt.Verlag - Homepage

 


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Carsten Krieger - Fotoscout Irland fotografieren

Carsten Krieger - Fotoscout: Irland fotografieren

Der Fotoreiseführer zur Grünen Insel

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Carsten Krieger - Fotoscout: Irland fotografieren

 

 

Inhalt:

 
Dieses Buch von Carsten Krieger - Fotoscout: Irland fotografieren* aus dem dpunkt.Verlag ist der neuste Zugang der verlagseigenen Fotoscout – Serie.

 

Foto - Scouting

 

Dabei handelt es sich um Reiseführer speziell für Fotografen. Die einzelnen Ziele werden weniger unter touristischen Aspekten, dafür mehr unter fotografischen Aspekten beleuchtet.

Beim Scouting in der Fotografie handelt es sich inhaltlich um den vorherigen Besuch einer Foto -Location zum Zwecke der Vorbereitung der eigentlichen Bild-Aufnahme. Alles Wissenswerte soll im Vorhinein in Erfahrung gebracht werden, sodass das Shooting reibungslos verlaufen kann: Wann und wie kommt man am besten zum Aufnahmeort, wo kann man parken, was ist zu beachten. Welche Motive sind vor Ort zu finden, zu welchen Zeiten herrscht welches Licht und welches Fotoequipment wird benötigt, …

 

Der Autor

 

Hier hat sich Carsten Krieger die ganze Insel Irland zum Ziel genommen und dabei ist ein kompaktes, aber wirklich umfangreiches Buch mit 360 Seiten herausgekommen.

Der Autor ist, wie der Name bereits andeutet, ein deutscher Profifotograf, der im Jahre 2002 von seiner deutschen Heimat dauerhaft nach Irland gezogen ist. Im Jahr 2006 veröffentlichte er dort sein erstes Buch und spätestens mit seiner zweiten Veröffentlichung im Jahr 2009 gilt er als einer der führenden Landschaftsfotografen Irlands. Mittlerweile arbeitet er an seiner neunzehnten eigenen Buchveröffentlichung und ist einer der Fotografen mit den meisten Bildabdrucken in anderen Veröffentlichungen.

Er ist ein echter und gefragter Kenner der irländischen Insel, was man den im Buch abgedruckten Bildern auch ansieht.

 

Das Buch

 

Die ersten 22 Seiten dieses Buchs bieten als einführendes Kapitel Informationen zur Reiseplanung, speziell zur Anreise, einer optimalen Unterkunftswahl, weiteren Wetter- und Reiseinformationen, und dann zum Thema Irland fotografieren: welche Motive sind in den verschiedenen Regionen zu erwarten, welche Angaben zu den Foto-Locations und zu den gezeigten Fotos sind im Buch enthalten.

In den weiteren Kapiteln finden sich anschließend 136 einzelne Fotospots, die Carsten Krieger sinnvollerweise zunächst mittels Tourenvorschläge in die einzelnen Regionen Irlands aufgeteilt: die Ostküste rund um die Hauptstadt Dublin, die Midlands (die Mitte Irlands), die weniger urbane Westküste und ein letztes Kapitel über Nordirland, das nicht zur Europäischen Union, sondern zu Großbritannien gehört.

Zu allen Regionen und Foto-Locations finden sich Übersichtskarten, Empfehlungen der als Tour-Standort geeigneten nahe gelegenen Städte, den jeweiligen Entfernungen und den geeignetsten Jahreszeiten. Zum Auffinden der jeweiligen Foto-Spots sind genaue GPS-Koordinaten und zusätzlich solche für Parkmöglichkeit abgedruckt, sodass man die Ziele kaum verfehlen kann. Oft sind zusätzliche QR-Codes vorhanden, der Leser kann sich bei Interesse mit einem Smartphone und einer passenden App zum Scannen direkt auf passende Webseiten zur weiteren Information weiterleiten lassen.

 

Die einzelnen Foto-Spots sind im Buch liebevoll auf meistens einer Doppelseite beschrieben.

Natürlich lassen sich nicht alle touristischen Informationen auf diesem Platz unterbringen, dazu wird man bei Bedarf einen zusätzlichen Touristenführer benötigen oder den angegebenen Links folgen müssen. Aber die für einen Fotografen wichtigen und in anderen Werken nicht zu findenden Informationen sind hier vorhanden: was ist die beste Tages- bzw. Jahreszeit für diesen Foto-Spot, gibt es fotografische Besonderheiten, was einen Foto-Standort, die Perspektive oder das Equipment angeht. Wie lassen sich einzelne Landschaftselemente vor Ort ansprechend in das eigene Bild einbauen und weitere ähnliche Tipps.

 

Wenn man sich die Beispielfotos des Autors anschaut, kann man aus diesen alleine schon viel für eigene künftige Aufnahmen ableiten. Sie drücken auch indirekt Kriegers hohen Aufwand für diese aus; fast alle Bilder sind bei optimalem Licht, zu einer perfekten Tageszeit gemacht. Der Kenner weiß, dass im ersten Anlauf, wenn überhaupt, nur ein bis zwei Fotospots pro Tag möglich sind. Man darf vermuten, dass die gedruckten Bilder eine Auslese von wiederholten Ortsbesuchen und mehreren Jahren darstellt.

 

Der Verlags-Bonus:

 

Der Verlag bietet dem Käufer dieses gedruckten Buchs einen (fast) kostenlosen Bonus:

Die für dpunkt.plus - Mitglieder kostenlose digitale Buchversion als PDF-Download beinhaltet das komplette Manuskript mit 190 Fotospots auf rund 500 Seiten. Als dpunkt.plus - Mitglied bekommt man für eine einmalige Gebühr von 9,90 Euro für ein Jahr Zugriff auf maximal zehn digitale Buchkopien zum Download. Voraussetzung ist, dass es für das jeweilige Buch eine solche Kopie im Bestand gibt (was auf der Verlagsseite vorher überprüfbar ist) und dass man das Buch vorher als gedruckte Version gekauft hat. Der letzte genannte Punkt wird vor dem Download auf der Verlagsseite durch eine Abfrage von bestimmten Fragen zum Buch verifiziert.

Bevor sich ein Leser wieder beschwert, dass das „Geldschneiderei“ sei, möchte ich anmerken, das gedruckte Buch mit 360 Seiten schon an die Belastungsgrenze einer haltbaren Bindung geht. Ultradicke Taschenbücher mit 500 Seiten biegen sich ganz leicht auf und dieses Buch soll zudem noch so kompakt sein, das es mit auf Reise gehen kann. Das noch umfangreichere PDF kann man ja auf seinem Smartphone oder Tablet zusätzlich mitnehmen. Ich finde, das ist ein toller Verlagsservice.

 

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Carsten Krieger - Fotoscout: Irland fotografieren - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Carsten Krieger - Fotoscout: Irland fotografieren - Rückseite

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Fazit:

 

Dieses Buch zeigt eindrücklich die Vielfalt und Schönheit der Insel Irland.

Nicht nur die typischen Landschaftsbilder mit grünen Hügeln und Cottage-Ruinen werden hier gezeigt, es findet sich der ganze Kontrast der Landschaft vom urbanen Osten über die flachen Midlands zum wilderen Westen. Tolle Seelandschaften, Makros, Gebirgsbildern, pittoreske Schlösser wie das Belfast Castle oder ganz winzige rustikale Cottages gibt es hier zu entdecken.

 

Die Fotos im Buch finde ich durchgehend sehr ansprechend und könnte mir vorstellen, fast jedes davon groß aufgezogen an eine Wand zu hängen.

Auch beim Text habe ich das Gefühl, dass hier ein Ortskenner sein Möglichstes für den Leser offenbart und dabei keine Geheimtipps zurückhält. Die Beschreibungen sind sehr hilfreich und auch realistisch, wie z.B. die Feststellung, dass man alleine eine ganze Woche benötigt, um nur die Halbinseln im Südwesten zu besuchen. Ich habe schon einen Teil der Locations selbst besucht und noch einige neue Anregungen für mich entnehmen können.

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Ich halte es für eine sehr gute Möglichkeit zur Reisevorbereitung, sei es zur allgemeinen Inspiration oder konkreten Planung. Auch wer Irland noch nicht kennt, sollte hier mal einen Blick riskieren!

Insgesamt ein hilfreicher Reiseführer und ein toller „Mini“-Bildband; er zeigt die Schönheit und Vielfalt Irlands und macht Lust auf einen Besuch!

 

 

Buchdaten:

 

Format: Taschenbuch
   
ca. Maße cm (BxLxT): 21 x 14 x 2
Seitenanzahl: 360
ca. Gewicht: 630 g.
   
Autor(en): Carsten Krieger
Verlag: dpunkt
Auflage: 1
Erschienen am: 14.06.2019
   
ISBN: 9783864906008
Preis in (D): 26,90 €

 

Links:

 

Carsten Krieger - Fotoscout: Irland fotografieren* 

*

 

Link: Carsten Krieger - Homepage

Link: Carsten Krieger - Blog

Link: dpunkt.Verlag - Homepage

 


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Daan Schoonhoven - Praxisbuch Wetter- und Nachtfotografie

Daan Schoonhoven - Wetter und Nachtfotografie

Faszinierende Natur- und Landschaftsfotos bei Nacht, Wind und Wetter 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Daan Schoonhoven - Wetter- und Nachtfotografie

 

 

 Inhalt:

 

Die Praxisbuch – Reihe:

 

Daan Schoonhoven ist ein niederländischer Naturfotograf und in den Niederlanden ist er wegen seiner Foto-Communitys www.nederpix.nl und www.birdpix.nl sehr bekannt.

 

Neben seiner Tätigkeit als Fotograf ist er als Herausgeber der niederländischen Buchreihe „Praktijkboeken“ tätig, welche vom dpunkt.Verlag in Deutschland als „Praxisbuch“-Reihe unter Beibehaltung des niederländischen Charakters übersetzt wurde. Die einzelnen Bände widmen sich dabei immer jeweils einem speziellen Fotografiethema und mehrere verschiedene Experten kommen in Form kurzer Workshops als Autor zu Wort. Der starke lokale Bezug zu den Niederlanden wird bei den deutschen dpunkt-Bänden ergänzt durch Informationen zu hiesigen Foto-Locations, Internet-Informationen und bei Bedarf dem deutschen Recht.

Das Buch Daan Schoonhoven - Praxisbuch Wetter- und Nachtfotografie* ist im Jahr 2014 als vierter Band der niederländischen Reihe herausgegeben worden und in Deutschland gerade aktuell in 2019 als achter Band der dpunkt.Verlag-Reihe erschienen.

 

Wetterfotografie:

 

Was ist denn überhaupt Wetterfotografie?

„Das Wetter ist immer und überall. Jedes Natur- und Landschaftsfoto ist indirekt auch immer ein Wetterfoto" (Seite 15).

 

Der Begriff „Wetter“ (althochdeutsch: „wetar“ = Wind) ist umgangssprachlich schon schwer zu fassen und bezeichnet den messbaren Zustand der Atmosphäre (genauer: Istzustand der Troposphäre) zu einem bestimmten Zeitpunkt hinsichtlich der Faktoren Lufttemperatur, -Feuchtigkeit, -Druck, -Geschwindigkeit und Niederschlag.

Das Wetter kann in Form von Sonnenschein, Regen, Bewölkung, Wind, Nebel etc. in Erscheinung treten und begleitet uns somit ständig, da es keinen Zustand ohne „Wetter“ gibt.

 

Die Wissenschaft der Meteorologie (griechisch: meteoroligia = Lehre von den Himmelserscheinungen) beschäftigt sich mit den Wettererscheinungen und deren Vorhersage.

Bei dem Begriff „Wetter“ dachte ich als Segler bislang immer nur an die Meteorologie und man könnte jetzt noch weiter in die Tiefe gehen und das Wetter von der Witterung, eine Wetterlage vom Klima abgrenzen …

 

Bis zum Jahre 2015 kannte ich den Begriff „Wetterfotografie“ noch gar nicht und wurde von dem jungen deutschen Landschaftsfotograf Bastian Werner darauf gestoßen, da dieser sich als der erste mir bekannte Fotograf auf dieses fotografische Thema spezialisiert hat.

Man kann wie Bastian Werner als „Sturmjäger“ Unwetter lokalisieren und fotografieren oder einfach jegliche Wettererscheinung ablichten. Je nach Wetterlage sind die am Himmel zu sehenden Wolken gänzlich unterschiedlich. Nicht nur die Wolkenhöhe kann um mehrere Kilometer Höhe differieren, auch deren Typen und damit verbundenen Formen und Farben sind stark unterschiedlich.

 

Bestimmte Wettererscheinungen sind nur unter spezifischen Bedingungen zu fotografieren, generell kann man Wetter aber zu jeder Zeit und überall fotografieren. Wind lässt sich nicht selbst, aber die durch Windgeschwindigkeit in Bewegung gebrachten Elemente ablichten: Wolken, Bäume, oder andere Elemente, aus denen dann Windwirbel oder -Hosen werden. Gewitter kann mit unterschiedlichen Elementen als Regen, Hagel oder Schnee und Eis auf die Erde gelangen und so fotografiert werden.

 

Das Buch:

 

Dieses Buch ist in zwölf Kapitel aufgeteilt, die sich mit den folgenden Themen beschäftigen:


Vorbereitungen, Sichtweisen und Bildkompositionen
Ausrüstung
Das Wetter vorhersagen
Wolken
Wind
Regen und Gewitter
Schnee und Eis
Nacht
Der Mond
Sterne
Optische Erscheinungen

 

Theorie der Wetterfotografie:

 

Die einführenden Kapitel des Buches beschäftigen sich mit vorbereitenden Überlegungen zur Wetterfotografie.

Das Wetter übt seit jeher einen Einfluss auf den Menschen aus, die Menschen reagieren auf die tatsächlichen Elemente direkt und zudem emotional mit Stimmungsschwankungen. Wie bei jedem anderen Foto auch, aber im besonderen Maße bei Wetterfotos, sollte die beabsichtigte Bildwirkung vom Fotografen zuvor bedacht und ein passendes Motiv ausgesucht werden. Neben kurzen Hinweisen zu allgemeingültigen Bildkompositionsregeln finden sich im Buch bis zur Seite 41 Tipps zu Ausrüstung und Zubehör.

 

Die Theorie der Wetterfotografie beschäftigt sich natürlich auch mit der Wetter-Vorhersage, will man nicht dem fotografischen Zufall überlassen sein.

Das Kapitel drei verschafft dem Leser einen kurzen Überblick über meteorologische Zusammenhänge. Mit ein paar Grundkenntnissen und Informationsquellen aus dem Internet lassen sich dann künftig Wettertendenzen zumindest ansatzweise deuten. Hier wird allgemein verständlich erklärt, dass die Atmosphäre der Erde von einem Gasgemisch umgeben ist, bei dem für das Wetter besonders der Zusammenhang von Hochdruck- und Tiefdruckgebieten, Wasserdampf und Luftfeuchtigkeit wichtig ist.

Wenn man das System der Lufterwärmung und Bindung von Feuchtigkeit (Wolkenbildung) und Luftabkühlung (Regen) verstanden hat und die Luftströmungen zumindest auf Wetterkarten ablesen kann, sind die Radarbilder der Wettervorhersagen dann besser zu deuten. Denn gerade für einen Fotografen wird die Art der Bewölkung am Himmel wichtig sein.

 

Wolkenformen, -Typen & Wind:

 

So werden im folgenden vierten Kapitel verschiedene Wolkenformen und -Typen, deren Vorkommen bei Wetterlagen und deren angemessene Belichtung in der Fotografie besprochen.

 

Kapitel fünf ist dem Wind und dessen Darstellung gewidmet.

Neben der grundsätzlichen Überlegung wie Wind überhaupt auf einem Foto darstellbar ist, werden spezielle Windphänomene wie Sturm oder spezielle Wirbelwinde, Wasser- und Windhosen oder Tornados vorgestellt. Wind kann aber auch Sand oder Asche transportieren und dabei auf Bildern zu einem farbenprächtig eingefärbten Himmel führen.

 

Im sechsten und siebten Kapitel werden Regen und Gewitter oder gefroren als Schnee und Eis vorgestellt.

Beide Aggregatzustände haben aufgrund der Feuchtigkeit oder der niedrigen Temperatur eigene fotografische Herausforderungen. Wenn man sich und seine Ausrüstung aber entsprechend vorbereitet und schützt, wird man zu besonderen Bildern gelangen können.

 

Dämmerungs- und Nachtfotografie:

 

Die Kapitel acht bis elf sind der Dämmerungs- und Nachtfotografie gewidmet, schon der Buchtitel weist auf den diesen enthaltenen Anteil hin. Die Seiten 125 bis 195 beschäftigen sich mehr oder weniger ausschließlich mit dem Thema der Nacht- und Astrofotografie. Auf diesen rund siebzig Seiten können nicht alle für diese Art der Fotografie hochspeziellen, aber notwendigen Ausrüstungsgegenstände und deren praktischer Einsatz besprochen werden.

Ich persönlich hätte daher auf diese Kapitel verzichten können, gibt es doch sowohl für die Nacht- als auch für die Astrofotografie ausschließlich darauf spezialisierte Einzeltitel, die das jeweilige Gebiet als Monografie grundlegend abhandeln. So bekommt man hier lediglich einen kurzen Überblick über die Techniken der Langzeitbelichtung von der Blauen Stunde bis zur Nachtfotografie unter Ausnutzung künstlicher Lichtquellen oder der reinen Astrofotografie Mond und anderer Himmelskörper.


Spezielle Wetterphänomene:

 

Kapitel 12 thematisiert spezielle „optische Erscheinungen“.

Man lernt dabei z.B. nicht nur, was ein Regenbogen tatsächlich ist, wann dieser zu erwarten ist, sondern noch genauer, wann ein kleiner oder großer zu erwarten ist und was das mit dem Sonnenstand zu tun hat. Ist man derart gut vorbereitet, wird man nach einem Regen garantiert in die richtige Himmelsrichtung schauen und keine Wettererscheinung mehr verpassen.

Auch andere Erscheinungen werden vorgestellt und der Leser lernt die dahinterstehenden Ursachen kennen.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Daan Schoonhoven - Wetter- und Nachtfotografie - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Daan Schoonhoven - Wetter- und Nachtfotografie - Rückseite 

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Fazit:

 

Dieses Buch ist im Vergleich zu den anderen von mir zum Thema der Wetterfotografie gelesenen inhaltlich am weitesten gefasst und dadurch in den einzelnen Kapiteln weniger tiefgehend.

Als Einführung in dieses Thema finde ich das Buch sehr gelungen, bekommt man als Leser nicht nur einen Überblick über alle relevanten Aspekte der Wetterfotografie, sondern auch die ersten sehr gut nachvollziehbaren Erklärungen zu meteorologischen Zusammenhängen. Diese sind dabei nicht so sperrig wie in einem wissenschaftlichen Werk, sondern einfach erklärt und mit passenden und stimmungsvollen Bildbeispielen versehen.

Der Grundstein zu der eigenen Wetterfotografie ist mit diesem Buch dann gelegt, der Text und vor allem die modernen frischen Fotos machen Lust auf das eigene fotografische Ausprobieren.

 

Das eigene Geschick dabei wird genauso wie die meteorologischen Fähigkeiten von Versuch zu Versuch wachsen.

Viel Spaß dabei!

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 24,5 x 25 x 2 cm
Seitenanzahl: 216
ca. Gewicht: 1.150 g
   
Autor(en): Daan Schoonhoven
Verlag: dpunkt
Auflage: 1
Erschienen am: 04.07.2019
   
ISBN: 9783864906749
Preis in (D): 29,90 €

 

Links:

 

Daan Schoonhoven - Praxisbuch Wetter- und Nachtfotografie*

*

 

Link: Daan Schoonhoven - Homepage

Link: dpunkt - Verlag

 

www.nederpix.nl

www.birdpix.nl

www.natuurfotografie.nl

 


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Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen

Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen

Kreativität, Handwerk und Business

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen

 

 

Inhalt:

 

Der Titel Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen* verspricht sehr viel:

Kann man durch das Lesen dieses Buchs mit rund 200 Seiten eine „Professionelle Fotografie“ erlernen; und was ist die „Professionelle Fotografie“ überhaupt?

 

Eine Bemerkung vorab: dies ist keine Kreativitäts-Masterclass, sondern ein Überblick über das Berufsbild eines Fotografen!

 

Der Autor:

 

Dennis Savini ist Schweizer und hat in der Schweiz lange Jahre als gelernter Handwerksfotograf in seinem eigenen Fotostudio im Bereich der Werbung gearbeitet.

Zudem ist er bekannt als Buchautor des Titels „Professionelle Studiofotografie: Masterclass Workshop“, lehrt an der Fotoschule „cap“ und hat sich mittlerweile in seinem Studio Zürich neu auf die Food-Fotografie spezialisiert.

 

Die Zielgruppe:

 

Laut Rückencover richtet sich dieses Buch an den Amateurfotografen, Berufseinsteiger und Fotografen in Ausbildung.

Diese Angabe der Zielgruppe lässt daher schon vermuten, dass mit der „Professionellen Fotografie“ primär die gewerbliche Tätigkeit des Berufsfotografen gemeint ist, auch wenn es sich hierbei nicht um ein klassisches Handbuch für diesen Lehrberuf handelt. Dennis Savini versucht mit diesem Buch einem fortgeschrittenen Amateur-Fotografen oder einem (interessierten) Berufseinsteiger das Berufsbild des (Profi-) Fotografen vorzustellen.

 

Dazu hat Dennis Savini das Buch in drei Hauptkapitel unterteilt, welche jeweils einen notwendigen Teilbereich dieses Berufs vorstellen:

 

Ein Profifotograf muss Kreativität besitzen (Fotografisches Sehen lernen, ab Seite 1), er muss sein technisches Handwerkszeug verstehen (Das fotografische Handwerk, ab Seite 67) und er muss sich in seinem Berufszweig auskennen (Das Backoffice organisieren, ab Seite 169).

Natürlich kann man auf diesen rund 200 Seiten weder die professionelle Fotografie im Sinne der Kreativität eines Meisterfotografen noch alle Teilbereiche eines mehrjährigen Lehrberufes erlernen. Dafür gibt es jeweils dicke Lehrbücher mit einem sehr speziellen und detaillierten Inhalt. Alle hier vorgestellten Themen können daher inhaltlich nur an der Oberfläche bleiben und lediglich einen Überblick über diese verschaffen.


Warum empfehle ich dieses Buch hier trotzdem, auch wenn es weder ein echtes Grundlagenwerk, noch ein berufliches Ausbildungsbuch ist?

 

Dennis Savini ist mit diesem Buch ein sehr kurzweiliges und gelungenes Berufsporträt gelungen. Der ambitionierte Hobby-Fotograf oder ein angehender Berufslehrling bekommt hier einen „Profi“-Einblick in den tatsächlichen Job. Ein Foto-Anfänger wird mit diesem Buch nicht das Fotografieren an sich lernen, er bekommt aber eine Vorstellung, worauf es in der Berufsfotografie primär ankommt.

 

1. Kapitel: Fotografisch sehen lernen

 

Nicht ohne Grund leitet Savini in das Buchthema mit dem Kapitel „Fotografisch sehen lernen“ ein:

Eine Fotokamera sieht anders als das menschliche Auge und ein Bild will erst vom Fotografen entdeckt und gestaltet werden, damit es im Anschluss ein erfolgreiches Foto werden kann. Dieses Kapitel erläutert kurz und verständlich, warum sich die Wahrnehmung der menschlichen Augen von der Wahrnehmung einer Kamera unterscheidet und welche (kreativen) Gestaltungsmittel dem Fotografen zur Verfügung stehen.

 

Auch wenn diese rund 60 Seiten kein entsprechendes Lehrbuch mit mehr Tiefe ersetzen können, habe ich selten eine so gelungene Kurz-Darstellung gelesen. Der Text ist äußerst präzise und verständlich, sodass selbst ein Foto-Anfänger sofort nachvollziehen kann, worum es hier im Einzelnen geht. Die zahlreichen Fotos tragen zum Verständnis aussagekräftig bei.

 

2. Kapitel: Das fotografische Handwerk

 

Das zweite Kapitel „Das fotografische Handwerk“ ist mit rund 100 Seiten am umfangreichsten und geht neben der Fototechnik auf das Licht ein, dem Hauptgestaltungsmittel der Fotografie ein. „Photographie“ bedeutet übersetzt aus dem Griechischen: „Malen mit Licht“.

 

Dennis Savini stellt an dieser Stelle unterschiedliche Lichtquellen, ihre jeweilige Lichtqualität und -Wirkung vor und wie er selbst als Fotograf mit dem Medium Licht arbeitet. Dabei geht er schwerpunktmäßig auf Available Light Situationen on Location und die kontrollierte Studiofotografie mit den dort möglichen künstlichen Lichtquellen ein. Aber auch die unterschiedlichsten weiteren fotografischen Teilbereiche wie die der Architektur, People, Food werden von ihm nicht vergessen.

Abgerundet wird dieses Kapitel mit der Vorstellung seines persönlichen Arbeitsworkflows von der Bildaufnahme, der Organisation der Bilddaten, über eine notwendige Bildbearbeitung bis hin zur finalen Übergabe der Fotos an den Kunden.

 

Die in diesem Kapitel enthaltenen Fotos zeigen die langjährige Erfahrung und die handwerkliche Kunst dieses Fotografen.

Die Studiofotos sind auf höchstem Niveau und technisch perfekt. Der Bildaufbau ist jeweils zum besseren Verständnis nebenstehend abgedruckt. On Location - Situationen und deren Aufbauten zeigen, wie man z.B. bei Business Porträts oder Unternehmens-Reportagen auch bei nicht perfekten örtlichen Voraussetzungen zu trotzdem ansehnlichen Bildern kommen kann.

 

3. Kapitel: Das Backoffice organisieren

 

Das dritte Kapitel ist mit „Das Backoffice organisieren“ betitelt, gibt aber insgesamt einen interessanten Einblick in den ganzen Berufsalltag eines Fotografen und die notwendigen Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg.

 

Neben der Notwendigkeit einer Marktanalyse, dem Aufbau eines eigenen Portfolios und einer eigenen Webseite gibt der Autor Einblick in die notwendige Kalkulation einer ausreichend hohen Tages- bzw. Stundenpauschale für die fotografische Tätigkeit. Auch wenn heutzutage jeder und überall fotografiert, der Profi muss von seinen Einnahmen (über-) leben können und er kann dies nur, wenn er seine individuellen Kosten zuvor kalkuliert und kennt.

Der zunächst noch ahnungslose Amateur wird über die Notwendigkeit einer Tagespauschale im vierstelligen Bereich erstaunt sein.

 

Bei der monetären Kalkulation der professionellen Fotografie habe ich nur noch eine Überlegung vermisst:

Auch wenn man seine Leistung des fertigen Fotos nicht über den Preis verkauft, so lässt sich alternativ nur der Preis nach unten oder die Qualität des Bildes (und damit der Aufwand) nach oben optimieren, nicht beides gleichzeitig. Ein „professionelles“ Foto muss in meinen Augen nicht das technisch perfekte und somit bestmögliche Bildergebnis sein. Das zu verkaufende Resultat muss als „gutes Bild“ primär dem Kunden gefallen, den vom Kunden gewollten Nutzen erfüllen und zum kalkulierten Preis noch mit Gewinnmarge gestaltbar sein, auch wenn es nicht das fotografische mögliche Maximum ausreizt.

Die ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse eines Unternehmers (Berufsfotograf) sieht anders als die eines reinen fotografischen Künstlers aus.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen - Rückseite

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Fazit:


Wer Fotografieren im Sinne einer Kamerabedienung und Technik lernen möchte, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Dieses Buch erklärt nicht die Handhabung einer Kamera oder alle fotografischen Grundlagen.

Der am Berufsbild interessierte Neuling oder ein Hobby-Fotograf findet in diesem Buch einen tollen kurzweiligen Überblick über den Beruf des Fotografen mit vielen praktischen und für Außenstehende unerwarteten Einblicken.

 

Ich persönlich habe hier nicht viel Neues gelesen oder gelernt. Je länger man sich mit einem Thema beschäftigt, desto weniger neue Materie wird man im weiteren Verlauf dabei lernen oder auch dieses „Neue“ beim Lesen eines Buchs nur erwarten können.

Trotzdem fand ich dieses Buch sehr ansprechend und lehrreich, da Dennis Savini mit sprichwörtlicher Schweizer Präzision formuliert und sein Wissen allgemein verständlich darbietet.

 

Eine gelungene Wiederholung festigt bereits Bekanntes und bringt Vergessenes wieder in Erinnerung. Lässt der echte Könner eines Fachs offene Einblicke in dieses zu, findet man sogar zuweilen „Gold-Nuggets“. Das sind für mich die kleinen wertvollen Details und Kniffe, die man sein Leben lang weiter lernen kann, um sich zu perfektionieren.

Dennis Savini ist ein echter Könner der Fotografie und jeder ambitionierte Hobby-Fotograf mit Grundverständnis der Fotografie kann in diesem Buch neue Anregungen für sich selbst entdecken.

 

Man merkt ihm beim Lesen auch seine, trotz der langen Berufsausübung bis heute, große Freude an der Fotografie an.

Mir persönlich hat es Spaß gemacht, ihm durch dieses Buch zu folgen.

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße cm (BxLxT): 20,5 x 25,5 x 2,5
Seitenanzahl: 216
ca. Gewicht: 1050 g.
   
Autor(en): Dennis Savini
Verlag: dpunkt
Auflage: 1
Erschienen am: 04.04.2019
   
ISBN: 9783864905049
Preis in (D): 34,90 €

 

Links:

 

Dennis Savini - Professionell fotografieren lernen* 

*

 

Link: Dennis Savini - Homepage

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Ibarionex Perello - Mein Foto

Ibarionex Perello - Mein Foto

Mit Leidenschaft und Planung zum eigenen fotografischen Workflow

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ibarionex Perello - Mein Foto

 

 

Inhalt:

 

 

Der Autor: Ibarionex Perello

 

Der Name Ibarionex Perello ist in Europa bislang wenig bekannt.

Ganz anders in den USA: Perello hat über 25 Jahre Erfahrung in der Fotografie, als Angestellter der Fa. Nikon, er hat mehrere Bücher über dieses Thema geschrieben, an Hochschulen dazu unterrichtet und gilt als einer der besten Podcaster der Fotografie-Szene. Zurzeit arbeitet er als freischaffender Fotograf, Autor und Podcaster.

„Die Reihenfolge der Nennung wechselt jeden Tag“, wie er sagt.

 

Sein englischsprachiger Fotografie-Podcast „The Candid Frame“ hat zum Zeitpunkt Mitte 2019 bereits die Folgennummer 470 innerhalb von 13 Jahren veröffentlicht und nicht zuletzt aus diesen hunderten Gesprächen und Diskussionen über das breite Feld der Fotografie, hat er sich ein tiefes Verständnis der Materie verschafft.

Wer seinen Podcast verfolgt, stellt fest, dass er den häufigen Technikdiskussionen überdrüssig geworden ist, ihn mehr die kreative Arbeit mit bereits vorhandener Technik interessiert und er mit Menschen über Visionen, Emotionen und Gefühle bei der Fotografie diskutieren möchte.

 

Aus diesen Gesprächen entwickelt sich auch seine eigene persönliche Inspiration und er hofft, dass dies auch für alle Zuhörer gilt.

 

Das Buch: Mein Foto

 

Das vorliegende Buch Ibarionex Perello - Mein Foto* aus dem dpunkt.Verlag ist die erste deutschsprachige Übersetzung des amerikanischen Titels „Making Photographs“, verlegt im dortigen renommierten amerikanischen Rocky Nook Verlag.

Der Autor widmet sich mit diesem Werk den zwei zentralen Herausforderungen der Fotografie: In der heutigen Zeit sei es so einfach, ein Foto zu machen. Man nimmt „die Kamera ans Auge, drückt auf einen Knopf, und schon hat man sein Foto.“

 

Wie kann man aber fotografische Möglichkeiten im Alltag überhaupt erkennen und nach deren Entdeckung dies dann – konstant und wiederholbar – als „gutes“ Foto aufnehmen? Was unterscheidet einen Schnappschuss von einem gestalteten Foto?

Perello hat dazu seine eigene persönliche Sichtweise entwickelt und lässt den Leser an seiner Erkenntnis teilhaben. Er schreibt, dass mehrere Voraussetzungen vorliegen müssen, um überhaupt ein gutes, weil gestaltetes, Bild anstatt einem simplen Schnappschuss machen zu können.

 

Diese beschreibt er in den folgenden Kapiteln ausführlich.

 

1. Voraussetzung: Das persönliche Befinden

 

Die Basis aller Fotografie stellt für ihn eine passende Geisteshaltung zum Zeitpunkt der Aufnahme dar:

Er sieht sich selbst als Perfektionisten, muss aber seine hohen Ansprüche mit einer realistischen Perspektive abgleichen, um überhaupt zu Fotos gelangen zu können.

 

Durch kontinuierliche Notizen speziell zum eigenen kreativen fotografischen Prozess lernte er sich als Fotograf fortlaufend besser kennen. Er empfiehlt allen Lesern, ebenfalls ein solches kreatives Notizbuch zu führen, um Erkenntnisse zur eigenen Person zum Zeitpunkt des Aufnahmeprozesses zu gewinnen: unter welchen äußeren Umständen man entspannt bei der Fotografie war, herausgefordert oder gar ängstlich agiert hat. Wann der Aufnahmeprozess Freude gemacht hat, wann Bedenken oder Sorge von einem Bild abgehalten haben, Müdigkeit, Hunger oder Leistungsdruck hinderlich waren, wann hat etwas besonders gut funktioniert.

Der nachträgliche Abgleich der Befindlichkeiten mit den fotografischen Ergebnissen führt zu einer Eigenreflexion der eigenen Möglichkeiten, Erwartungen, Umstände und Resultate. Man kann herausfinden, welche spezifischen Umstände zu diesen weniger guten oder besonders guten Erfahrungen führten und was man daran zukünftig zum Positiven ändern könnte.

 

„Meine Gefühle sind untrennbar mit meinem Bilderschaffen verbunden, manchmal zum Vor-, manchmal zum Nachteil“.

 

2. Voraussetzung: Bereit sein

 

Auf diese Basis baut das grundlegende technische Verständnis für die Kamera und die Fotografie im Allgemeinen auf; ein Fotograf müsse „bereit“ sein.

„Beim Drücken des Auslösers geht es nicht nur um den richtigen Augenblick. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenwirken vorausgegangener Entscheidungen“.

 

Dazu sieht Perello die Kamera nur als eine Verlängerung des eigenen Arms an. Er empfiehlt über die reine Technik und Bedienung der Kamera insofern heraus zuwachsen, dass man sie quasi blind, vergleichbar mit den Bedienelementen eines Autos, bedienen kann. Neben der Kenntnis der relevanten Einstellungsmöglichkeiten gehört ausreichend vorherige Übung dazu.

Zudem wählt er an seiner Kamera die immer gleichen Grundeinstellungen als Basis, um z.B. bei der Street-Fotografie auf jede auftauchende Fotogelegenheit blitzschnell reagieren zu können. Nur wenn diese Grundeinstellungen immer gleich vorgenommen wurden, kann er sie ohne weitere Überprüfung der Kamera quasi blind auf die dann erforderlichen Abweichungen einstellen.

Die erste bewusste Entscheidung ist also ein ausreichendes vorheriges Training und die Wahl konstanter Kameraeinstellungen, um keine Gelegenheiten mehr zu verpassen.

 

„Ein Fehler vieler Fotografen besteht darin, dass sie fotowürdige Momente ausschließlich bei besonderen Gelegenheiten wie Urlauben oder Geburtstagen vermuten.“

„Verpasste Gelegenheiten: Die Welt steckt voller fotografischer Möglichkeiten. Die Frage ist nur, ob der Fotograf darauf vorbereitet ist, diese zu nutzen, oder eben nicht“.

 

3. Voraussetzung: Das fotografische Sehen lernen

 

Eine weitere bewusste Herangehensweise und gleichzeitig eine große Herausforderung für jeden Fotografen, ist das Erlernen des „fotografischen Sehens“. Der Fotograf müsse seine Umgebung nicht nur lediglich „gegenständlich“ sehen, Motive nach dem eigentlichen Gegenstand wahrnehmen und beurteilen.

Man solle zumindest bei der Fotografie den visuellen Autopiloten, das normale gewohnheitsmäßige Sehen, ablegen und lernen, die vier zentralen visuellen Elemente einer Bildgestaltung zu erkennen und diese dann gestalterisch in das Foto einfließen zulassen.

 

Ibarionex Perello beschreibt diese zentralen Elemente wie folgt:

Ein Element ist das Erkennen (können) von Licht und Schatten und der Erkenntnis, dass ein Lichtpunkt ein Blickfang ist: „Eins der einleuchtendsten und zugleich wichtigsten Dinge, die es zu verstehen gilt, ist, dass das Auge in der Regel zuerst auf die hellste Stelle eines Motivs schaut“.

Dann das Wahrnehmen können und fotografieren von Linien, Formen und Mustern: „Eins der Dinge, die mir über das rein gegenständliche Sehen hinweggeholfen haben, war die Aneignung grafischen Sehens“.

Zudem das bewusste Wahrnehmen von einzelnen Farben, Kennen der mit diesen Farben assoziierten Gefühlen und das Gestalten mit Farbkontrasten: „Farben sind für das menschliche Auge genauso wichtige Blickpunkte wie Helligkeit, Kontrast und Formen“.

 

4. Voraussetzung: Das fotografische Sehen lernen

 

Als viertes zentrales Element nennt er den Begriff „Ausdruck“, meint damit aber nicht nur den Gesichtsausdruck einer Person, sondern jegliche Mimik, Gestik, Zeichen von Zuneigung zur Interpretation der abgebildeten Emotionen. Dies begrenzt er nicht nur auf den menschlichen Körper, sondern fasst diesen Begriff so weit, dass jeglicher Kontext des gewählten Motivs zu seiner Umgebung gemeint ist.

 

Es reiche nicht aus, ein Objekt einfach nach der Drittelregel zu platzieren.

„Die Drittelregel ist besonders dann hilfreich, wenn Sie sich bereits im Klaren darüber sind, wie Ihr Bild in etwa aussehen, und was mit ihm vermittelt werden soll. … Die eigentliche Bildkomposition beginnt mit der Überlegung, wie Ihr Hauptmotiv in Beziehung zu seiner Umgebung steht“.

 

Sein fotografisches Sehen, dieses Wahrnehmen der oben genannten Elemente, fasst Perello anschließend in einen persönlichen visuellen Workflow zusammen.

„Die Technik, die zuvor noch volle Konzentration und viel Übung abverlangt hat, geht mit der Zeit in Fleisch und Blut über, sodass sie wie ein selbstverständlicher Teil von einem wird.“ Damit meint er nicht nur das reine Beherrschen der Kameratechnik, sondern insbesondere auch das fotografische Sehen als Methode.

 

„Dieser feste Ablauf vermeidet unnötige Ablenkungen und ermöglicht mir Dinge zu sehen, die mir ansonsten entgehen würden“.

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ibarionex Perello - Mein Foto - Vorderseite

Link: Vergrößern

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Ibarionex Perello - Mein Foto - Rückseite

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Fazit:

 

Ist das jetzt ein Fotokurs, ein Lehrbuch oder ein Buch zur Inspiration?

 

Ein vollständiges Lehrbuch, mit dem ein Anfänger die ersten Schritte der Fotografie erlernen kann, ist dieses Buch nicht. Inhaltlich setzt es die Kenntnis fotografischer Zusammenhänge, eine Grundbeherrschung der Kamera und erste eigene fotografische Erfahrungen voraus.

Ein Foto-Einsteiger könnte sich aber möglicherweise schnell fotografisch weiterentwickeln wollen und dazu einen Mentor suchen. Diesen fände er dann hier in Perello. Der Autor ist äußert erfahren, sei es als Fotograf, als Fotografielehrer oder als Gesprächspartner über die Fotografie.

 

Ibarionex Perello präsentiert in diesem Buch seine persönliche fotografische Entwicklung, beschreibt dabei ganz offen seine anfänglichen Unzulänglichkeiten und wie der durch einen Erfahrungsprozess lernen und fotografisch wachsen konnte. Mit den im Buch abgedruckten Fotos lässt er den Leser an der Szenerie, seinen eigenen Gedanken bei der Aufnahme als Fotograf, seinem fotografischen Erfolg oder auch seinem Scheitern teilhaben. Man kann auf diese Weise Perellos Lernprozess hervorragend nachvollziehen und eigene Denkanstöße oder Schlussfolgerungen für sich selbst gewinnen.


An und für sich sind die im Buch zu entnehmenden Tipps simpel, in jedem Lehrbuch zu Einzelthemen finden sich detailliertere Auseinandersetzungen z.B. mit der Farblehre- und Harmonie, der Bildgestaltung mit grafischen Strukturen, oder den anderen angesprochenen Elementen.

Andersartig ist hier sein Ansatz, erst die einzelnen Elemente oder Zutaten für ein ansprechendes Foto wahrnehmen zu wollen, danach das Hauptsubjekt zu finden und das Foto zu gestalten. Ähnlich eines abstrakten Expressionisten, bei dem die Formsprache vor dem weiteren Bildinhalt steht. Diese fotografische Vorgehensweise wird häufig bei der Street-Fotografie gewählt, einem Sujet das Perello auch schwerpunktmäßig bearbeitet.

 

Auch wenn sich in diesem Buch keine Vielzahl neuer Weisheiten finden lässt, ist das Buch für einen fotografischen fortgeschrittenen Leser zumindest ein gelungener Denkanstoß, noch einmal über die eigene Arbeitsweise nachzudenken. Perello schreibt, auch wenn das Buch rund 310 Seiten stark ist, sehr kurzweilig und geübt. Man muss auch nicht immer nur Neues lesen, es reicht häufig aus, ehemals Bekanntes und dann Vergessenes sich wieder in Erinnerung zu rufen, um sich dadurch weiter zu vervollkommnen.

 

Sein Konzept zur Einnahme einer passenden Grundstimmung, er nennt es Geisteshaltung, teilt er mit dem Fotografen Jay Maisel. Ich finde es für mich persönlich künftig ratsam, ein derartiges Notizbuch zu führen, da ich mich in den Beschreibungen ebenfalls als Gewohnheitsmensch wiedererkenne. Manche Situationen liegen einem jeden Fotografen mehr als andere, diese sind jedoch individuell unterschiedlich und es ist lohnenswert solche für sich persönlich zu identifizieren. Wenn man dann noch Strategien entwickeln kann, mit den jeweiligen negativen Wahrnehmungen umzugehen, könnte dies eine weitere Optimierung für bessere Bilder sein.

Dies ist aber einer der im Buch geschilderten Ansätze, der über ein normales Lehr-, ein Schulbuch hinausgeht. Es gibt hier weder eine garantierte Lösung noch Erkenntnis, wenn nach Arbeitsschritt 1 + 2 nicht Ergebnis 3 folgt. Jeder Fotograf hat eine ganz eigene visuelle Wahrnehmung und entwickelt einen individuellen Umgang mit Situationen.

 

Das Ergebnis davon nennt sich nach längerer Zeit: Der eigene fotografische Stil.

 


Ibarionex Perello fasst selbst seine Erkenntnis zum eigenen Lernprozess wie folgt zusammen:

„Je länger ich fotografiere, desto klarer wird mir, dass es nicht das technische Wissen ist, was in meiner Fotografie den entscheidenden Unterschied ausmacht. Es ist vielmehr die Anwendung des in der täglichen Praxis erworbenen Wissens, das mich zu einem besseren Fotografen hat werden lassen. Alles Weitere sind nichts als Ausreden“.

 

Oder wie er in einem englischsprachigen Interview sagte:

„Don’t accept your own excuses as to why you can’t go out and shoot. You have to make the time and do it regularly and consistently if you ever hope to be any good as a photographer. Being a weekend or a monthly photo warrior won’t get you anywhere, regardless of how much money you spend on equipment. Shooting and editing, shooting and editing will be the only practice that will ever make you better.”

Eine minimalistische deutsche Übersetzung von diesem Zitat könnte lauten: „Üben, üben, und nochmals üben“.

 

Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr fotografische Inspiration und weniger Fototechnik:

Also auf zur Kamera und frisch ans Werk!

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße cm (BxLxT): 19 x 25 x 2,5
Seitenanzahl: 324
ca. Gewicht: 1200 g.
   
Autor(en): Ibarionex Perello
Verlag: dpunkt
Auflage: 1
Erschienen am: 31.05.2019
   
ISBN: 9783864906459
Preis in (D): 34,90 €

 

Links:

 

Ibarionex Perello - Mein Foto*

*

 

Link: Ibarionex Perello - Homepage

Link: The Candid Frame - Podcast

 

Link: dpunkt.Verlag - Homepage

 


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Thierry Legault - Astrofotografie - Auflage 2

Thierry Legault - Astrofotografie - 2. Auflage

Von der richtigen Ausrüstung bis zum perfekten Foto

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Thierry Legault - Astrofotografie - 2. A.

 

 

Inhalt:

 

Ich selbst bin auf dem Gebiet der Astrofotografie relativ unbewandert und habe lediglich Erfahrung mit der Aufnahme des „ganzen“ nächtlichen Himmels oder des noch relativ einfach zu fotografierenden Mondes.

Die „echte“ Astrofotografie beschäftigt sich neben derartiger Fotografie mit einer normalen Fotokamera (ohne Teleskop) auch mit formatfüllenden Bildern ganz kleiner Objekte am nächtlichen Himmel. Dafür wird eine Fotokamera mit einem Teleskop gekoppelt oder man verwendet gänzlich spezielle Aufnahmeverfahren.

 

Weil mich dieses Thema aber interessierte, hatte ich zuvor das Buch: Alexander Kerste - Astrofotografie für Einsteiger gelesen.

 

Der Autor:

 

Thierry Legault ist ein französischer Ingenieur, der als Astrofotograf weltweite Anerkennung genießt. Seine Fotos wurden von diversen Fernsehsendern und sogar von der NASA veröffentlicht. Für seine Verdienste wurde ein Asteroid offiziell auf seinen Nachnamen getauft. Zum Thema Astrofotografie hält er regelmäßig weltweit Kurse ab und auch ein Blick auf seine Homepage ist lohnenswert.


Das Buch:

 

Das großformatige und rund 230 Seiten starke Buch Thierry Legault - Astrofotografie - Von der richtigen Ausrüstung bis zum perfekten Foto* aus dem dpunkt.Verlag ist gerade in einer aktualisierten zweiten Auflage 2019 erschienen.

Es wird sowohl für an der Astrofotografie interessierte Fotografen, als auch für an der Fotografie interessierte Amateurastronomen empfohlen.

Legault schreibt, dass es das Meiste dessen enthält, was er in 20 Jahren über den Gebrauch von Teleskopen, Digitalkameras, CCD-Kameras, Videokameras und jedweder Software gelernt hat.

 

Die Kapitelaufteilung:

 

Das Buch ist in sieben große Kapitel aufgeteilt:


1. Astrofotografie ohne Teleskop
2. Die Kameras für die Astrofotografie
3. Bilder kalibrieren und zusammenfügen
4. Ihre Ausrüstung einsetzen
5. Die Planeten und der Mond
6. Die Sonne
7. Bilder von Deep-Sky-Objekten

 

Ein Einsteiger in die Astrofotografie wie ich erhält eine fundierte Erläuterung der vorhandenen Techniken. Der Anfänger kann zumindest das Kapitel „Den Mond fotografieren“ ohne weitere finanzielle Investitionen nachvollziehen. Auch die preiswerte Anfertigung eines Astro-Schutzfilters für die Sonnenfotografie wird gezeigt. (Achtung: aus Sicherheitsgründen für das menschliche Auge und die eingesetzte Technik ist ein solcher bei der Fotografie von der Sonne notwendig!)

Ein Amateurastronom und Fortgeschrittene bekommt die Grenzen des zurzeit technisch möglichen aufgezeigt:
Selbst als erfahrener Fotograf, aber als Astrofotografie-Laie, hatte ich keine Vorstellung über die Vorteile von speziellen CCD-Sensoren oder von speziellen Videokameras für die Astrofotografie, mit denen man zu perfekten „Einzelbildern“ gelangen kann. So zeigt der Autor ein Mond-Bild, welches im Original 150 Millionen Pixel hat. Aufgenommen wurde es von der Erde aus mit einer 16-Millionen-Pixel-Videokamera, aus deren zehn Einzelbilder mittels Software ein Mosaik gestackt wurde.

 

Neben den je nach Anwendungsfall unterschiedlichen Aufnahmetechniken geht das Buch an passender Stelle immer wieder detailliert auf Bildbearbeitungssoftware und -Techniken unter dem Aspekt der Notwendigkeit, der Verarbeitung, dem Realismus und der Ästhetik ein.

 

 

Die Komplexität der Astrofotografie:

 

Thierry Legault ist detailversessen und ich habe beim Lesen den Eindruck, dass er alle Tricks und Tipps kennt:

 

Ich habe bereits zuvor als Fokussierhilfe eine sogenannte Bahtinov-Maske verwandt. In diesem Buch las ich weitere mir bislang unbekannte Bedienungskniffe und lernte, dass es daneben noch weitere Masken wie die Hartmann-Maske und andere Verfahren gibt. Die Vor- und Nachteile und sogar die Abhängigkeiten von Objektivarten und von Temperaturschwankungen werden hier besprochen.

Bei der Astrofotografie geht es generell um Genauigkeit: sogar der Brechungsindex eines Filters verändert die Fokusposition, nicht wenn er vor das Objektiv gesetzt wird, aber wenn er zwischen Kamera und Teleskop gesetzt wird.

Ich kannte zur Rauschreduzierung ebenfalls bereits die Aufnahme eines Weiß- und Schwarzbildes zusätzlich zum eigentlichen Foto. Hier erlernte ich die Kombination eines RAW-Bildes mit einem Biasbild, Dunkelbild und einem Weißbild, um ein verbessertes Signal-Rauschen-Verhältnis zu erhalten.

Ebenso ausführlich werden unterschiedlichste motorische Nachführungen für Fotokameras vorgestellt, deren genaue Polachsenausrichtung und in der Praxis auftauchende Nachführfehler.
Wenn man sich für die Anschaffung eines Teleskops interessiert, empfehle ich besonders die vorherige Lektüre dieses Buchs. Nicht nur die normalen verschiedenen, technisch ganz unterschiedlichen, Systeme werden besprochen, sogar modifizierte Spezialtypen z.B. nur für die Sonnenbeobachtung werden vorgestellt.

 

 

Thierry Legault schreibt aber selbst zur Erklärung im Vorwort:

 

„Lassen Sie sich nicht durch den Umfang dieses Buches einschüchtern. Es ist der Weite dieses Themas und der Vielzahl der Himmelskörper, die man fotografieren kann, geschuldet. Eine Galaxie kann man nicht auf die gleiche Weise fotografieren, wie man es bei einem Planeten oder einer Finsternis täte. Die Brennweiten, mit denen man den gesamten Himmel über sich (Seite 12) oder den Saturn (Seite 86) fotografiert, unterscheiden sich um mehr als den Faktor 1000!

Außerdem gibt es eine große Vielzahl an möglicher Fotografie- und Videoausstattung. Es ist sinnvoll, alle gebräuchlichen Ausrüstungsgegenstände der Astrofotografie zu erläutern. Die Ausführungen etwa in Kapitel 5 über die Vor- und Nachteile von Refraktoren sind für Sie völlig irrelevant, falls Sie ein Newton-Teleskop besitzen - es sei denn, dass Sie sich nach der Lektüre dieser Seiten entscheiden, ihre Ausrüstung zu ändern!“

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Thierry Legault - Astrofotografie - 2. A. - Vorderseite

Link: Vergrößern

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Thierry Legault - Astrofotografie - 2. A. - Rückseite

Link: Vergrößern

 

 

Fazit:

 

Bei diesem Buch handelt es sich um eine umfassende Abhandlung des Themas der Astrofotografie.

 

Mit diesem Buch erhält der Leser einen ausführlichen Überblick über die notwendige Technik und er lernt in ausführlichen Step-By-Step-Anleitungen, Fotos ganz unterschiedlicher Szenarien des nächtlichen Himmels zu planen. So kann man diese Szenarien auch zuvor ausprobieren und dabei einüben, sodass die gewünschten zukünftigen Aufnahmen erfolgreich entstehen können. Bei dieser speziellen Art der Fotografie wird eine improvisierte Aufnahme kurz vor besonderen anstehenden Ereignissen wie zum Beispiel einer Sonnenfinsternis kaum erfolgreich sein, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

 

Die abgedruckten Fotos sind faszinierend und machen Lust auf das selbst ausprobieren. Sowohl bei den Aufnahmetechniken, als auch bei denen der Bildbearbeitung bleiben keine Fragen offen.

 

Das Buch von Thierry Legault geht inhaltlich über das oben erwähnte von Alexander Kerste hinaus und ist noch detaillierter. Ich finde die Beschreibungen dabei gut nachvollziehbar und man bekommt bei Bedarf alle notwendigen Informationen in einem Buch. Wer eine kürzere, aber immer noch ausführliche Einführung sucht, kann bedenkenlos auch zum Buch von Alexander Kerste greifen.

Mir haben beide Bücher gefallen, dieses von Thierry Legault wird mir als neues Standardwerk in Erinnerung bleiben.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße cm (BxLxT): 26 x 26 x 2
Seitenanzahl: 246
ca. Gewicht: 1350 g.
   
Autor(en): Thierry Legault
Verlag: dpunkt
Auflage: 2
Erschienen am: 27.06.2019
   
ISBN: 9783864906626
Preis in (D): 39,90 €

 

Links:

 

Thierry Legault - Astrofotografie - Von der richtigen Ausrüstung bis zum perfekten Foto* 

*

 

Link: Thierry Legault - Homepage

Link: dpunkt.Verlag - Homepage

 


* Als Affiliate-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen; Link: weitere Infos dazu

 


von Vasco R. Tintrup, Herausgeber:

www.Fotobuch-Regal.de - Vasco R. Tintrup width=

Ihr interessiert Euch für das Thema der Fotografie und Ihr mögt gleichzeitig Bücher?

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